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Mit Totenköpfen gegen Ahrens-Ansiedlung

Anwohner in Sorge Mit Totenköpfen gegen Ahrens-Ansiedlung

Die Ansiedlung der Stadthäger Firma Ahrens im Gewerbegebiet Lahde stößt bei Anwohnern des betroffenen Gebietes nicht auf Begeisterung. Mit Totenkopf-Symbole auf gelben Eimern setzen sie nun ein Zeichen und unterstreichen ihre ablehnende Haltung.

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Die Totenkopf-Symbole stehen an den Straßen.

Quelle: mt

Stadthagen/Lahde. Die Eimer wurden von Gegnern aufgestellt und befinden sich auf den Zufahrtswegen zum Gelände, auf dem später Gleisschotter aufbereitet werden soll. Genau darin sehen die Bürger mit ihren Sprechern Frank Kirchner und Sigrid Krueger-Young das Problem: „Grundsätzlich lehnt ein erheblicher Teil unserer Bürger die Ansiedlung von Ahrens ab.“

Der einstimmige Beschluss, den der Rat vorige Woche gefasst hat, ist mit Datum vom 10. Oktober auch an die Regierungspräsidentin weitergeleitet worden. Bürgermeister Dieter Blume: „Im Namen des Rates und der Bevölkerung der Stadt Petershagen bitte ich Sie eindringlich, die in dem Beschluss formulierten berechtigten Besorgnisse aufzunehmen und in Ihr Genehmigungsverfahren einfließen zu lassen.“

Bürger in Angst und Sorge

Das Gremium hatte sich insbesondere die Forderungen der Gegner zu eigen gemacht: „Schon vor der möglichen Offenlegung der Pläne der Firma Ahrens bildet sich in der Stadt Petershagen Widerstand. Die öffentliche Berichterstattung macht unseren Bürgern Angst und Sorge, ob bei der Verarbeitung gefährlicher Abfälle diese Firma als zuverlässig anzusehen ist.“ Das Stadthäger Unternehmen wird zudem aufgefordert, für Transparenz zu sorgen und den aktuellen Planungsstand ihres Vorhabens vorzustellen.

Schon „in Kürze“, so auch die Forderung des Rats, soll der Bürgermeister zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung einladen. Das wäre dann auch die Chance für die Firma Ahrens, erstmalig öffentlich Stellung zum Vorhaben zu beziehen. Auf Anfrage hatte es aus der Geschäftsleitung geheißen, dass es „zu einem späteren Zeitpunkt“ Informationen gibt.

Das Bürger-Team war bislang bei drei Ausschusssitzungen inklusive dem Rat der Stadt Petershagen mit teils über 50 Personen vertreten. Eine Gruppe um Kirchner hatte sich eine ähnliche Gleisschotter-Aufbereitung in Lünen angeschaut und dort Fotomaterial gesammelt.

Gegner fürchten krebserregende Stoffe

Das Bürger-Team, das aktuell auch eine Homepage vorbereitet, plant weitere Aktionen. Belasteter Gleisschotter könne krebserregende Stoffe enthalten, ist die Befürchtung auf einem neuen Plakat-Entwurf. Offene Fragen seien etwa: Sind unsere Kinder und Bürger gegenüber eventuell krebserregenden Stoffen ausreichend geschützt? Und: Warum wird die Anlage im bereits stark belasteten Gewerbegebiet angesiedelt? mt

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