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Mit geliehenen Schuhen in die Kirche

Stadthagen / Konfirmationsjubiläen Mit geliehenen Schuhen in die Kirche

Am Sonntag haben zahlreiche Stadthäger und solche, die ihre Jugendzeit in der Kreisstadt verbracht haben, in Erinnerungen geschwelgt. Anlass war der Gedenkgottesdienst zur "Diamantenen" (60 Jahre), "Eisernen" (65) und "Kronjuwelen-Konfirmation" (75), den Pastor Ekkehard von Kleist in der Martini-Kirche hielt.

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26 "Eiserne" und sechs "Kronjuwelen-Konfirmanden" nehmen an dem Gedenk-Gottesdienst teil.

Quelle: lmh

Am tiefsten in der Erinnerung kramen mussten dabei die vier Frauen und zwei Männer, deren Konfirmation 75 Jahre in der Vergangenheit liegt. „Meine Mutter und ich gingen die Enzer Straße lang zur Kirche“, erinnerte sich Günther Paul. „Ich trug eine Schülermütze mit schwarzem Bezug. Da kam ein Vogel und hinterließ einen weißen Klacks darauf. Ob das wohl der Heilige Geist war?“ fragte sich der heutige Steinhuder schmunzelnd.

Die harten Seiten der Nachkriegszeit waren es, die bei den Eisernen Konfirmanden wieder präsent wurden. „Das war 1946. Ich bin mit geliehenen Schuhen in die Kirche gegangen. Meine Cousine kriegte für einen Tag meine alten Schuhe, damit ich ihre guten tragen konnte“, erinnerte sich Lina Wischhöfer. Bei Elfriede Fuhrich sah es ähnlich aus: „Fürs Kleid wurde ein Stück weißer Nesselstoff genommen und schwarz gefärbt.“

Die weiteste Fahrt hat Ursula Mortensen, geborene Kirchhöfer, auf sich genommen. Die Eiserne Konfirmandin ist aus Utah, USA, angereist. Und das in guter Tradition: „Das letzte Mal war ich zur Diamantenen Konfirmation hier, und davor zur Goldenen.“

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