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Stadthagen Stadt Mit schlanker Schreibe zum dicken Ende
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19:56 15.01.2010
Der „taz“-Korrespondent und Buchautor Ralf Sotscheck liest am Mittwoch, 27. Januar, in der „Alten Polizei“ in Stadthagen. Derek Speirs

Stadthagen. Von kaum einem anderen Land hat der gemeine Deutsche so präzise Vorstellungen wie von Irland. Eine rundherum grüne Insel, ausnehmend lustige und freundlich gestimmte Menschen, regelmäßige Beregnung und Linksverkehr. Die arme Landbevölkerung erwirtschaftet den Lebensunterhalt mit dem Hin- und Hertreiben von mehr oder minder kleinen Schafherden und verbringt darüber hinaus die großzügig bemessene Freizeit angesoffen und singend im Pub. Vorbei. Die Nummer mit den Schafen ist Geschichte.

Der Wirtschaftsboom der neunziger Jahre ist inzwischen nicht nur längst auch in Irland angekommen, sondern hat sich von dort auch wieder restlos verabschiedet. Aber eine schöne Party muss es schon gewesen sein, denn seit den Zeiten von Bölls „Irischem Tagebuch“ hat sich einiges getan. Auch äußerlich. Viele Cottages sind genormten Einfamilienhäusern gewichen, und auf fast allen Straßen kann man jetzt fahren.
Den rasanten Wandel Irlands in den vergangenen 25 Jahren hat Ralf Sotscheck selbst erlebt und als Korrepondent der „taz“ sowie als Buchautor publizistisch verarbeitet. Das alles erledigt er mit einer schlanken Schreibe, die häufig zum dicken Ende kommt. Kostprobe gefällig? Schön. „…Zwar sind auch Pferde aus Deutschland, Norwegen und Brasilien wegen Capsaicin disqualifiziert worden, aber für die Iren ist es ein Déjà-vu-Erlebnis. Vier Jahre zuvor musste Cian O’Connor seine Goldmedaille zurückgeben, die er beim Springreiten in Athen gewonnen hatte. Sein Pferd Waterford Crystal war mit Beruhigungsmitteln vollgepumpt. Der Fall geriet zur Farce, weil die B-Probe aus einem Labor in Oxford gestohlen wurde. Gewöhnliche Diebe kamen dafür kaum infrage, denn auf dem Schwarzmarkt bringt abgestandene Pferdepisse nicht viel. …“ (Aus: „Nichts gegen Iren“)

So weit, so gut. Sotscheck nimmt sich als Zeitungskorrespondent und Buchautor aller Facetten des öffentlichen und privaten Lebens in Irland an, beobachtet genau und schildet in jedem Fall unbedingt lesenswert. Davon können sich Irland-Fans, -Freunde und -Verrückte bei der Lesung, die „Von Iren und anderen menschlichen Schwächen“ titelt, am Mittwoch, 27. Januar, ab 20 Uhr in der „Alten Polizei“ in Stadthagen überzeugen. Der Eintritt zur Lesung ist kostenlos. to
Mehr unter www.sotscheck.net

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