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Mitglieder fordern Bewegungsbad

Versehrtensportgemeinschaft besteht seit 50 Jahren Mitglieder fordern Bewegungsbad

Wassergymnastik steht besonders hoch im Kurs bei den Mitgliedern der Versehrtensportgemeinschaft Stadthagen (VSG)  und Gästen. Elf Gruppen sind im Tropicana aktiv und proppevoll. Darum musste jetzt ein Aufnahmestopp verhängt werden, teilte Sportwartin Alexandra Görlich während der Hauptversammlung des Vereins im Schützenhaus mit. Die VSG fordert den Bau eines Bewegungbades im Tropicana.

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Dieter Nerge (80) führt die VSG weiterhin.

Quelle: sk

Stadthagen.  Telefonische Anfragen nach Platz in einer Wassergymnastikgruppe bekommen sie fast täglich. Manchmal komme sie sich vor wie in einem Callcenter, beschrieb Görich humorvoll die Situation. Die Lage habe sich besonders zugespitzt wegen „der ganzen Situation mit Nordsehl.” Der dortigen „Badewonne” droht die Schließung.

Mit 90 Prozent ist die Wassergymnastik die beliebteste Sportart in der VSG, bezifferte deren Vorsitzender Dieter Nerge. Die Kosten für die Nutzung des Tropicanas, für Übungsleitung und Schriftliches in der Schwimmsparte betragen mit 22 000 Euro im Jahr etwa die Hälfte des VSG-Ausgabenetats.  Wegen der starken Frequentierung der Schwimmsparte fordert die VSG von der Stadt den Bau eines Bewegungsbades im beziehungsweise am  Tropicana.  Dass dieses von Bürgermeister Oliver Theiß im Finanzplan der Stadt erstmal zurückgestellt wurde, erboste etliche der 68 Versammlungteilnehmer. Für Sportplätze und Straßensanierung werde Geld ausgegeben,  „auch für die Gesundheit muss was da sein”, unterstrich Dieter Bläck. Der gesamte Verein solle mal „mit Plakaten im Rathaus aufschlagen”, schlug eine Frau vor. Heinz-Gerhard Senne empfahl als – seiner Ansicht nach  wirkungsvollere – Alternative die zahlenmäßig große Teilnahme an öffentlichen Ratssitzungen und dort anberaumten Bürgerfragestunden.

Erfreuliches gab es außerdem zur berichten: Dieter Nerge  (80) wies auf das 50-jährige Bestehen der 320 Mitglieder zählenden VSG in 2015 hin. Das Jubliäum soll am 17. Oktober im Ratskeller gefeiert werden. Nerge wurde in der turnusmäßigen Vorstandsneuwahl in seinem Amt bestätigt. Das Votum fiel einstimmig aus, ebenso für Rolf-Dietmar Döring und Uwe Liwak, die Nerge vertreten, für Karl-Ludwig Tamm (Kassenwart), Stellvertreterin Elke Kusig und Thomas Wulf (Schriftführer). Als Sportwartinnen, denen Nerge vielfach für deren Einsatz dankte, wurden mit viel Applaus Elke Kusig und Alexandra Görlich wiedergewählt. sk 

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