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Morddrohung per Facebook

Gewalttat an WBG-Schülern angekündigt Morddrohung per Facebook

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat es am vergangenen Freitag einen Polizeieinsatz am Wilhelm-Busch-Gymnasium (WBG) gegeben. Nach Angaben von Polizeisprecher Axel Bergmann hatte ein bisher unbekannter Täter via Facebook in einem privaten Chat angekündigt, zwei Schüler des Gymnasiums im Unterricht angreifen und umbringen zu wollen.

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Quelle: dpa

Stadthagen (js).  Die Betroffenen – ein 15-jähriger Junge und ein gleichaltriges Mädchen – wandten sich am Freitagmorgen an die Schulleitung, die umgehend die Polizei und die Eltern der Bedrohten informierte. „Die Kollegen haben die Aussagen aufgenommen, konnten aber glücklicherweise keine konkrete Gefahr für die Schüler feststellen“, so Bergmann.

 In welcher Beziehung die Opfer zueinander stehen und ob der Täter womöglich selbst Schüler des Gymnasiums ist, wollte der Sprecher „aus ermittlungstaktischen Gründen“ nicht sagen. Bergmann: „Unsere Internetexperten rekonstruieren gerade die Chats auf Facebook und versuchen, ein umfangreiches Bild des Verfassers, der nicht mit seinem richtigen Namen beim Netzwerk angemeldet ist, zu erstellen.“ Die Beamten leiteten ein Strafverfahren gegen unbekannt wegen des Tatbestandes der Bedrohung ein.

 „Für solche Fälle stehen Schulpsychologen bereit, die sofort zur betroffenen Schule fahren können“, sagt Susanne Strätz, die Sprecherin der niedersächsischen Landesschulbehörde, auf Nachfrage. Das sei im vorliegenden Fall aber nicht nötig gewesen. Die beiden Schüler wurden im Laufe des Vormittags von einem geschulten Beratungslehrer betreut und durften nach dem Polizeieinsatz nach Hause. Seit dieser Woche besuchen sie wieder den Unterricht.

 WBG-Direktor Holger Wirtz zeigte sich besorgt über die Ereignisse. Man nehme derlei Bedrohungen immer ernst, versicherte er.

 „Diese Art von Mobbing gibt es leider überall und an allen Schulformen“, bestätigt Pressesprecherin Strätz, „selbst kleine Kinder haben heute Smartphones.“ Entsprechend sei es wichtig, Jungen und Mädchen frühzeitig über die Gefahren von sozialen Netzwerken zu informieren. Dem schließt sich auch Schulleiter Wirtz an: „Es ist gemeinsame Aufgabe von Landeschulbehörde, Eltern und Polizei, Präventionsmaßnahmen zu ergreifen, um solche Fälle zu vermeiden.“

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