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Stadthagen Stadt Mordsgaudi zwischen Suppe und Laudatio
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Mordsgaudi zwischen Suppe und Laudatio
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18:53 23.03.2014
Der schizophrene Zwerg taucht ohne seine sechs Weggefährten auf und bringt die Gala-Moderatoren völlig durcheinander.  fwi
Stadthagen.

Gestaltet wurde der humorvolle Abend von der TG Theater und einigen ehemaligen Schülern unter der Leitung von Marcus Grimme. Während die Schauspieler auf der Bühne für mörderischen Spaß sorgten und die Märchenwelt völlig neu interpretierten, servierte – passend zum Motto – der Partyservice „Tischlein deck dich“ ein Drei-Gänge-Menü.

Nicht nur der Freitagabend, auch das Krimi-Dinner am Sonnabend war mit jeweils 180 Gästen restlos ausverkauft. Bereits am Eingang wurden die Zuschauer von umherschwirrenden Märchenfiguren begrüßt.
Hatte man seine Eintrittskarte beim „Gestiefelten Kater“ abgegeben, stellte sich zum Beispiel Mia Fiene (18) alias „Daumesdick“ in den Weg. „Ich kannte mich vorher selbst nicht“, sagte die Schülerin über ihre Märchenfigur.

Zur Vorbereitung auf den Abend hatten die Darsteller allerlei Nachforschungen in Sachen Märchenfiguren angestellt. Das Ergebnis in drei Akten konnte sich sehen lassen. Die Theatergruppe hatte die Bühne voll im Griff, begeisterte mit einer Show zwischen machohaftem Märchenprinz und rappender Rapunzel, zwischen schizophrenem Zwerg und kokainsüchtiger Frau Holle.

Während Natascha Wech als „Das singende, klingende Bäumchen“ und Brynja Zieseniss in der Rolle des „Gestiefelten Katers“ gewitzt durch den Gala-Abend führten, verliehen die märchenhaften Laudatoren eine Stofftiergans nach der anderen. Die „böse Stiefmutter“ übernahm natürlich die Laudatio für die böseste Märchenfigur, während Heidi Klum – aus dramaturgischen Gründen hat die TG auch andere Figuren in den Märchenwald überführt – Aschenputtel zur Siegerin des Catwalks erklärte und immer mal wieder jemand zu Tode kam – schließlich hatte das WBG ja zu einem Krimi-Dinner eingeladen, und da durften ein wenig Mord und Totschlag zwischen Suppe und Laudatio nicht fehlen.