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Motivieren und fördern statt kontrollieren

Stadthagen Motivieren und fördern statt kontrollieren

Das Beste für das Kind zu wollen, ohne eine gesunde Selbstentwicklung zu unterbinden – für manche Eltern ist das eine Herausforderung. Wie man es hinbekommt, ohne den Weg des Kindes wie ein kreisender Helikopter zu bestimmen, hat der Diplom-Pädagoge Detlef Träbert in der Aula des Wilhelm-Busch-Gymnasiums humoristisch erläutert.

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 Mit seinen Ratschlägen für das Thema Erziehung möchte Detlef Träbert Eltern einen Schubs in die richtige Richtung geben.

Quelle: mak

Stadthagen. Das Interesse der Eltern an Träberts Vortrag unter dem Titel „Helikoptereltern fahren auch nur Auto“ war groß. Etwa 100 Väter und Mütter lauschten gespannt, mit welchen Mitteln und Wegen sie ihr Kind auf seinem Weg erfolgreich begleiten statt lenken und befehligen können. Der ein oder andere Input wurde sogleich in einem Notizheft festgehalten.

 Erfolg und Frustration standen im Mittelpunkt des Vortrags. „Frustration gehört im Leben dazu und ist nicht zu vermeiden, Kinder lernen dabei wichtige Lektionen für ihr späteres Leben“, sagte der Pädagoge. Mit dem Beispiel eines Babys, das laufen lernt, vertiefte er das Beispiel. „Es fällt einige Male hin, bevor die ersten Schritte gelingen, doch das Erfolgserlebnis setzt sofort Glückshormone frei“, so Träbert.

 Auch in der Schule kann die Frustration Kindern helfen, ihre Leistungen zu verbessern: „Vorausgesetzt, Eltern mahnen den Misserfolg nicht regelmäßig an.“ Statt nur Negatives aufzuzeigen, sollten sich Eltern auf die positiven Leistungen konzentrieren. „Wenn ihr Kind Rechenaufgaben löst, stellen Sie nicht die Fehler in den Mittelpunkt, sondern nutzen sie die Motivationspsychologie für sich“, mahnte Träbert. Wenn acht von zehn Aufgaben korrekt gelöst sind, ist es motivierender, auf die korrekten Aufgaben hinzuweisen, als die fehlerhaften Aufgaben hervorzuheben. Auf diese Weise würde das Kind wie von selbst dazu angespornt, auch die zwei fehlerhaften Aufgaben zu lösen. Diese Verhaltensweise fördere außerdem ein positives Verhältnis zwischen Eltern und Kind, ergänzte Träbert. mak

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