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Müll säumt den Weg

Stadthagen / Ärgerlich Müll säumt den Weg

Plastiktüten, Verpackungen von Lebensmitteln, Toastbrotscheiben, Eier und leere Flaschen säumen den kleinen Schotterweg zwischen der Vornhäger Straße und dem Einkaufszentrum an der Dülwaldstraße in Stadthagen.

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Melanie Jordan (links) und Ursula Kneifel möchten an das Gewissen der Umweltsünder appellieren.

Quelle: tbh

Von Tina Bonfert. „Das sieht unmöglich aus“, sagt Melanie Jordan, deren Haus direkt an dem kleinen Pfad liegt, der von vielen, die zum Supermarkt gehen wollen, gerne als Abkürzung genutzt wird.

 Seit Jahren ärgern sich die Anwohner über die „Müllberge“, die sich dort anhäufen. Auch Jordans Nachbarin, Ursula Kneifel, die in der Neunbausiedlung an dem Johannisring wohnt, hat schon etliche Male mit einer Mülltüte ihren Vorgarten säubern müssen: „Überall liegt der Abfall, sogar die Gräben sind voll davon.“ Um der Umweltverschmutzung einen Riegel vorzuschieben, hat Jordan mit Schildern, auf denen unter anderem „Umwelt ist Leben, halte sie sauber“ und „Müll verschwindet nicht, drum lass nix liegen“ zu lesen ist, versucht, an das Gewissen der „Schmutzfinken“ zu appellierten. Auch das hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

 Am schlimmsten sei aber, das manche ihre Glasflaschen auf den Boden werfen. „Wenn man mit dem Hund spazieren geht, muss man aufpassen, dass die Tiere nicht auf die Scherben treten“, klagt Kneifel. Die Versuche, selbst für Ordnung zu sorgen, haben die Anwohner längst aufgegeben. Es sei schließlich nicht möglich, ständig den Abfall anderer einzusammeln und in den eigenen Mülltonen zu entsorgen, sagt Jordan. Wenn sie jedoch jemanden beobachte, der eine Flasche zerbricht oder etwas wegwirft, spricht sie die Umweltsünder auch schon mal an. „Ich stelle ihnen dann auch gerne einen Eimer und ein Kehrblech zur Verfügung, damit sie die Scherben auffegen können.“

 Am Rand des Weges hat Jordan Rosen gepflanzt, aber ihre Versuche, die Landschaft aufzuhübschen, versinken immer wieder im Müll. „Man kann den Leuten ja nicht einmal sagen, sie sollen die Sachen in den Mülleimer werfen, weil es hier gar keine gibt“, erklärt Jordan. Gemeinsam mit anderen Anwohnern habe sie sich an die Stadtverwaltung gewand und darum gebeten, Mülleimer aufzustellen. Die Anfrage sei mit der Begründung abgelehnt worden, dass die Anwohner dann womöglich dort auch ihren Hausmüll entsorgen. Eine Alternative sei jedoch nicht angeboten worden. „Ich habe schon überlegt, selbst Mülltüten an den Laternen zu befestigen, aber ich glaube, dann würde mein Mann zu viel bekommen“, so Jordan. In Stadthagen gebe es allgemein viel zu wenige öffentliche Mülleimer. Zudem müsse generell viel härter gegen Umweltsünder vorgegangen werden.

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