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Mufflons auf dem Vormarsch

Hegegemeinschaft plant Treibjad Mufflons auf dem Vormarsch

Die im Sommer vergangenen Jahres gegründete Muffelwildhegegemeinschaft Bückeberg hat sich erstmals zu einer Mitgliederversammlung getroffen. Dort wurden die Jäger und Revierinhaber auf den neusten Stand in Sachen Mufflon-Population und den daraus resultierenden Schäden an Wald und Feld gebracht.

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Die Muffelwildhegegemeinschaft will den Bestand regulieren.

Stadthagen.  André Frank, verantwortlich für die Dokumentation von Wildschäden in Feldkulturen, machte mithilfe einer Diashow an einem Hektar Weizen exemplarisch deutlich, welche Beeinträchtigungen durch das Fressverhalten von Mufflons entstehen können. Etwa 1050 Euro habe der Bauer an dem Beispiel-Hektar im Vergleich zu einem umzäunten Referenzstück verloren.

Doch auch im Wald gebe es nach Angaben von Jäger Mark Gützkow eklatante Schäden zu beobachten. Durch den Verbiss des Leittriebes von jungen Eschen, konzentrieren sich die Jungbäume auf die Ausbildung von Nebentrieben, die daraufhin wieder angefressen werden. „Dadurch wird das Höhenwachstum minimiert, woran die Qualität stark leidet“, erklärte Gützkow. Eventuelle Schutzmaßnahmen wie Zäune oder Wachshüllen für junge Bäume seien sehr kostenintensiv (2500 Euro beziehungsweise 3000 bis 4000 Euro je Hektar Reinkultur). Um die Schäden zu regulieren, empfiehlt Gützkow die Durchführung einer Treibjagd. Damit stieß er beim Vorstand auf offene Ohren, die eine solche Drückjagd bereits auf den 9. Dezember 2015 terminiert hatten.

„Wir wollen das Muffelwild aber keinesfalls ausrotten“, sagte Vorsitzender Michel. Vielmehr sei ein „tragbares Maß“ zwischen Schäden und Wildbestand der zur zeit etwa 300 bis 320 Mufflons das Ziel der Hegegemeinschaft. Dem schloss sich auf Steffen Fitzner an. „Wir wollen nicht nur schießen, sondern auch Hegemaßnahmen einleiten“, sagte er. Der Jäger, der sich um die Kartografierung der Mufflon-Population kümmert, freue sich, dass im vergangenen Jahr auch der westliche Bereich des Bückebergs von Muffelwild erschlossen wurde. Damit haben sich einige Tiere aus dem Kernbereich der Waldlandschaft entfernt und an die Randbereiche bewegt – wie von den Jägern gewünscht. „Während wir noch in den Vorbereitungen dafür steckten, haben sich die Mufflons einfach selbst auf den Weg gemacht“, sagte er lächelnd.

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