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Musterwohnung für Senioren

Projektskizze steht Musterwohnung für Senioren

Für rund 55 000 Euro möchte der Landkreis Schaumburg in Kooperation mit der Kreiswohnungsbaugesellschaft anhand einer Musterwohnung über die Möglichkeiten des seniorengerechten Wohnens in Stadthagen informieren. Die Projektskizze der Kreisverwaltung soll am 27. März der Lokalen Arbeitsgruppe für Leader-Förderprojekte vorgestellt werden.

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In dem Wohnkomplex Am Krankenhaus 5a möchte der Landkreis für die Beratungen des Seniorenservicebüros eine Musterwohnung errichten, in dem altengerechtes Wohnen dargestellt wird.

Quelle: rg

Stadthagen. Der Zeitplan sieht den Beginn der nötigen Umbaumaßnahmen im kommenden September vor. „In der Wohnung soll an konkreten Beispielen gezeigt werden, wie eine Wohnung seniorengerecht umgestaltet werden kann“, erklärt Claudia Kuhlmann vom Seniorenservicebüro. Schließlich sei es das Ziel der meisten Menschen, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. Wie das auch bei körperlichen Einschränkungen gelingen kann, soll ganz plastisch in der Wohnung Am Krankenhaus 5a gezeigt werden.

Leerstandsproblematik mindern

Ziel sei es, den Interessenten ein breites Spektrum an Möglichkeiten zu zeigen: „Von Maßnahmen mit geringem finanziellen Aufwand wie Handläufen, Griffen und Toilettensitzerhöhungen bis hin zum Badumbau. Ihnen soll anhand von vielen Beispielen die Gelegenheit gegeben werden, die seniorengerechte Gestaltung selbst auszuprobieren. Gleichzeitig soll mit diesem Schritt die künftige Leerstandsproblematik im ländlichen Raum gemindert werden. Auch, wenn – das gibt Kuhlmann zu – damit nichts an der fehlenden Infrastruktur in einigen Bereichen geändert werden kann.

Die Zielgruppe stellen außer Betroffenen und Angehörigen auch Seniorengruppen, Vermieter, Betreiber von Seniorenwohngemeinschaften und Wohnungsbaugesellschaften dar. „Wir wollen aber auch jüngere Menschen für das Thema sensibilisieren, bei Umbaumaßnahmen die altersgerechte Gestaltung miteinzubeziehen. Außerdem möchte das Senioren-Service-Büro die Wohnung für Führungen und Vorträge nutzen, um die in der Theorie vermittelten Kenntnisse in der Praxis zu zeigen.

39.000 Euro für den Umbau

Miete und Nebenkosten für die vierjährige Laufzeit schlagen mit 16.000 Euro zu Buche. Für den Umbau sind 39.000 Euro eingeplant. Neben Renovierungsarbeiten beinhalten die Kosten den kompletten Badumbau mit ebenerdiger Dusche, Haltegriffen, unterfahrbarem Waschbecken sowie höhergestelltem WC, eine Küchenzeile mit unterfahrbarer Spüle und Arbeitsfläche, absenkbarem Hängeschrank und höhergestellten Elektrogeräten, ein Bett mit höhenverstellbarem Pflegebetteinsatz sowie diverse Hilfsmittel. Dabei handelt es sich ausdrücklich um Anschauungsmaterial zum Aufzeigen der Möglichkeiten des seniorengerechten Wohnens.

Wenn das Krankenhaus im April ins Gesamtklinikum nach Vehlen umzieht, werden auf dem Areal in Richtung des Kreisaltenzentrums auch Flächen für den Bau seniorengerechter Wohnungen frei. Auch dies sei ein Grund, warum der Erste Kreisrat Klaus Heimann den gewählten Standort der Musterwohnung als äußerst ideal bezeichnet. col

Nachnutzung des Geländes am Krankenhaus

Im April soll das neue Klinikum Vehlen seinen Betrieb aufnehmen. Währenddessen stimmen sich Stadt- und Kreisverwaltung bei der Nachnutzung des Klinikareals in Stadthagen ab Das Bauvorhaben der Kreiswohnungsbaugesellschaft, Seniorenwohnungen am Kreisaltenzentrum zu errichten, steht nach Angaben des Landkreises sowie der Stadtverwaltung kurz vor der Genehmigungsreife. In der ersten Jahreshälfte soll mit dem Bau der geplanten 17 Wohnungen begonnen werden.

Parkdeck mit etwa 50 Stellplätzen

„In dem bestehenden Ärztehaus sollen und wollen die Ärzte auch bleiben“, sagt Kreisbaudezernent Fritz Klebe. Für die beiden frei werdenden Obergeschosse stehe der Kreis im Gespräch für die Nachnutzung. Möglich wäre laut Klebe, dass ein sozialpsychiatrischer Dienst mit einzieht. Weil der „Parkdruck hoch sei“ ist geplant, den Bettentrakt B abzureißen und ein Parkdeck mit etwa 50 Stellplätzen zu bauen. Die Gebäudeteile, die eine „ungünstige Struktur“ haben, wie beispielsweise der vorne liegende OP-Bereich, soll zurückgebaut werden.

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS) möchte ihre aktuell zwei Standorte auf dem Klinikareal zusammenführen. Die weiteren Räumlichkeiten sollen durch das Gesundheitsamt besetzt werden. Das aktuelle Gebäude der AWS an der Probsthäger Straße ist stark sanierungsbedürftig. col

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