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Nabu-Ortsverein am Ende

Stadthäger Gruppe ohne Vorstand Nabu-Ortsverein am Ende

Es liegt augenscheinlich einiges im Argen beim Stadthäger Ortsverein des Naturschutzbundes (Nabu).

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Mangelndes Engagement kann man Klaus Geweke (rechts) nicht vorwerfen. Die Verpflichtungen, die mit der Leitung eines Vereins einhergehen, sind dem Vorsitzenden des Stadthäger Nabu-Ortsvereins über den Kopf gewachsen. 

Quelle: Archiv

Von Tina Bonfert

Stadthagen. Die Verpflichtungen, die mit der Leitung eines gemeinnützigen Vereins einhergehen, sind dem Vorsitzenden und zurzeit einzigem Vorstandsmitglied Klaus Geweke offenbar über den Kopf gewachsen. Einzelheiten wurden bei der kurzfristig einberufenen – aber aufgrund von formellen Fehlern ungültigen – Hauptversammlung bekannt.

Das Amtsgericht hat nach Angaben von Ernst Lenk, der vor Längerem schon von seinem Posten als Kassenwart zurückgetreten sei, Geweke wegen der Versäumnisse des Vereins bereits ein Zwangsgeld auferlegt. Petra Sittig, Mitglied im Ortsverein und Vorsitzende des Kreisverbandes, zeigte sich entrüstet: „Das, was du an Naturschutzaktionen gemacht hast, ist lobenswert, aber keine Vereinsarbeit.“ Geweke hatte sich, wie er wiederholt betonte, regelmäßig an Umweltschutzaktionen in Stadthagen beteiligt.

Der Vorsitzende räumte jedoch Versäumnisse bei der Information der mehr als 300 Mitglieder ein. „Das Problem ist, dass alles auf einer Schulter ruht.“ Da der Vorstand sich aufgelöst hatte, musste Geweke alles alleine regeln. Es sei keine Einladung an die Mitglieder herausgegangen, weil er nach der letzten Versammlung des Nabu-Stadthagen im Jahr 2010 davon ausgegangen war, dass eine Terminankündigung in der Presse ausreiche.

Sittig sprach von einem „Trauerspiel“ und beantragte zu der nächsten regulären Versammlung die Auflösung des Ortsvereins. Der Verein arbeite nicht satzungsgemäß, sei seit Jahren inaktiv,und auch die Gemeinnützigkeit ist ihrer Meinung nach nicht mehr gegeben, weil der Verein nicht satzungsgemäß arbeite und die Finanzen seit 2008 nicht mehr offengelegt worden seien. Besonders ärgerte Sittig sich darüber, dass sie beim Amtsgericht noch als Vorstandsmitglied geführt wird. Geweke hat scheinbar weder ihren Rücktritt von dem Posten als Schriftführerin noch das Ausscheiden von Lenk aus dem Vorstand beim Amtsgericht vermeldet.

Ähnlich sah es auch Lenk: „Wir wollen einen geraden Strich ziehen und einen Neuanfang in einem rechtlich vernünftigen Rahmen machen.“ Lenk bemängelte vor allem, dass die Kassenunterlagen nicht geprüft und an das Amtsgericht weitergegeben wurden. „Das Geld ist nicht veruntreut oder verprasst worden, aber auch nicht in die Vereinsarbeit eingeflossen“, betonte er. Die rund 300 Mitglieder, die ihre Beiträge zahlen, hätten schließlich ein Recht, informiert zu werden. Geweke beteuerte, die Versäumnisse so weit als möglich aufzuholen. Er möchte sich um eine Satzungsänderung kümmern und die Mitglieder für Anfang nächsten Jahres fristgerecht zu einer Hauptversammlung einladen.

Sittig riet dem Vorsitzenden zudem, sich mit dem Landesverband sowie dem Amtsgericht in Verbindung zu setzen. Die anwesenden Mitglieder waren sich selbst nicht sicher, wie die Auflösung des eingetragenen Vereins, ohne einen vollständigen Vorstand und geprüfte Unterlagen durchgeführt werden kann.

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