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Nabu-Ortsverein ist gerettet

Stadthagen Nabu-Ortsverein ist gerettet

Die schweren Turbulenzen, in die der Stadthäger Ortsverein des Naturschutzbundes (Nabu) geraten war, scheinen beendet. Auf der Jahreshauptversammlung wurde ein neuer Vorstand mit Guido Ronge an der Spitze gewählt.

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Neu aufgestellt: Der frisch gewählte Vorsitzende des Nabu-Ortsvereins, Guido Ronge (Mitte), mit seinem Stellvertreter Klaus Geweke (rechts) und Kassierer Jörg Rummel.

Quelle: ssr

Stadthagen. Wie berichtet war dem langjährigen Vorsitzenden Klaus Geweke die Vereinsführung über den Kopf gewachsen. Stets allgemein anerkannt war sein unermüdlicher Einsatz für viele praktische Umweltschutz-Projekte. Doch die formellen Aspekte der Führung eines Vereins blieben zunehmend unerledigt. Erschwerend kam hinzu, dass Geweke geraume Zeit einziges Vorstandsmitglied war. So stand der Verein Anfang dieses Jahres kurz vor der Auflösung.

Doch nun haben sich zwei überzeugte Naturschützer bereit gefunden, den Nabu-Ortsverein zusammen mit Geweke in sicheres Fahrwasser zu lenken. „Der hiesige Nabu ist in großen Nöten, ich will helfen, dass das anders wird“, bekundete Ronge, der einstimmig zum Vorsitzenden gewählt wurde. Ronge unterrichtet Biologie und Chemie am Wilhelm-Busch-Gymnasium, er ist zudem gelernter Gärtner. Eine Hauptaufgabe sieht er darin, „viel mehr unserer 325 Mitglieder, was eine stolze Zahl ist, zu aktiver Mitarbeit zu bewegen“.

Zum Kassierer wählte die Versammlung einmütig Jörg Rummel, der hauptberuflich als selbstständiger Unternehmer tätig ist. Wie Ronge hält er Naturschutzarbeit für sehr wichtig: „Ich habe erfahren, dass es um den Ortsverein nicht zum Besten steht und will dazu beitragen, dass er wieder in Schwung kommt“, bekannte Rummel. Dieser soll auch eine Öffentlichkeitsarbeit des Ortsvereins aufbauen.

Zu einer Kampfabstimmung kam es bei der Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden. Geweke kandidierte, „weil ich gerne meine langjährigen praktischen Erfahrungen in die Vorstandsarbeit einbringen will“. Darin erhielt er Unterstützung vom frisch gewählten Vorsitzenden Ronge: „Das Know-how von Geweke ist wichtig, darauf können wir gar nicht verzichten.“

Gleichwohl kandidierte Petra Sittig, in Hobbensen wohnende Vorsitzende des Nabu-Kreisverbandes, gegen Geweke. „Ich trete an, weil viele Dinge in den letzten Jahren schief gelaufen sind und jetzt besser laufen sollten.“ Daraufhin stellte Ronge die Vermutung in den Raum, hier handele es sich offenbar auch „um Konflikte sehr persönlicher Art“. Doch dem widersprach Sittig: „Nein, es ging um Dinge formaler Art und darum, dass die Vereinsarbeit in den letzten Jahren sehr ausgedünnt war.“ Letztendlich wurde Geweke mit 5:2 Stimmen bei einer Enthaltung zum Vize gewählt.

In Anwesenheit des Landesvorsitzenden Holger Buschmann wurde eine Satzung verabschiedet, die anders als die bisherige, allen rechtlichen Vorgaben entspricht. Auch alle gegenüber dem Finanzamt und dem Registergericht zwischenzeitlich aufgetretenen offenen Fragen seien mittlerweile geklärt, berichteten Buschmann und Rummel. „Ich bin zuversichtlich, dass der Nabu-Ortsverein sich jetzt wieder auf dem aufsteigenden Ast befindet“, bilanzierte Buschmann. ssr

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