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Nabu: Stadt nimmt Schäden in Kauf

Stadthagen / Ahornallee Nabu: Stadt nimmt Schäden in Kauf

„Wider besseren Wissens“ hat die Stadt Stadthagen „Beschädigungen der Ahornallee Am Georgschacht durch das Befahren der nicht befestigten Seitenstreifen durch Lastwagen in Kauf genommen“. Das ist die Überzeugung des Schaumburger Kreisverbandes des Naturschutzbundes (Nabu).

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Der Nabu kritisiert, dass die Stadt die verursachten Schäden durch Lastwagen an der Ahornallee in Kauf nimmt.

Quelle: rg

Von Stefan Rothe

Stadthagen.  Deshalb hat dieser  Strafanzeige gegen die Stadt wegen Verstoßes gegen das Naturschutzgesetz gestellt. Während der jüngsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses des Rates hat die Nabu-Vorsitzende Petra Sittig die Anzeige namens des Verbandes begründet.

Die Ahornallee ist durch eine Satzung der Stadt von 1987 zu einem naturschutzrechtlich besonders geschützten Landschaftsteil erklärt worden. Doch durch die Lastwagen seien „tiefe Spurrillen über dem Wurzelbereich der Bäume entstanden, teilweise bis zu 30 Zentimeter an die Stämme heran“, erläuterte Sittig. Erkennbar seien die Schäden auf der gesamten Alleestrecke. Die Rillen seien an vielen Stellen durch Schotter aufgefüllt.

Laut Sittig ist zu vermuten, „dass dadurch die derzeitigen Schäden noch verstärkt werden, da diese Maßnahme als Fahrbahnerweiterung wahrgenommen wird und daraus der schnellere Verkehrsfluss mit Befahren des Schotterstreifens resultiert“.

Die Schäden, so Sittig weiter, „wurden bereits von der Stadt selbst benannt, also zugegeben“. Darüber hinaus wurden nach Auskunft der Stadt „sogar bereits Bäume entfernt – ob diese Entfernung legal war ist zweifelhaft“. Es sei, so Sittig weiter, „nicht zu erkennen, dass die Stadt überhaupt versucht, weitere Schäden zu vermeiden“. Durch ihr Verhalten setze sich die Stadt „über rechtliche Regelungen hinweg“.

Auf die Frage von Sittig, ob er zu der Anzeige Stellung nehmen könne, antwortete Bauamtsleiter Gerd Hegemann, die Stadtverwaltung äußere sich nicht während schwebender Rechtsverfahren.

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