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Nach Unfall: 47-Jähriger schwebt weiter in Lebensgefahr

Stadthagen / Verkehrsunfall Nach Unfall: 47-Jähriger schwebt weiter in Lebensgefahr

Nach dem Zusammenstoß zweier Radfahrer auf der Obernstraße schwebt der 47 Jahre alte Stadthäger weiter in Lebensgefahr. Das bestätigte der Sprecher der Polizei Stadthagen auf Anfrage.

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Genötigt, gepöbelt, zugestochen

Stadthagen. Der Verunglückte liegt weiterhin auf der Intensivstation der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) im künstlichen Koma.

Wie berichtet, war vor eineinhalb Wochen am späten Sonntagabend ein 18 Jahre alter Stadthäger mit seinem Fahrrad in der Fußgängerzone in Richtung Marktplatz unterwegs. In Höhe der Spielhalle kam von links aus einer Querverbindung zur Engen Straße der 47-Jährige gefahren. Im Einmündungsbereich stießen beide Radfahrer zusammen, wobei der 18-Jährige über den Lenker geschleudert wurde und sich beim Aufprall auf den Erdboden am rechten Schienbein sowie an der Hand und dem Ellbogen verletzte. Er wurde vor Ort behandelt.

Der 47-Jährige blieb nach dem Unfall regungs- und bewusstlos am Boden liegen. Mehrere Zeugen kümmerten sich nach Auskunft der Polizei um den ebenfalls aus Stadthagen stammenden Mann und riefen einen Rettungswagen herbei. Dort wurde er zwar zunächst behandelt, musste aber anschließend mit einem Rettungshubschrauber in die MHH geflogen werden. Dort wird er auch eineinhalb Wochen später weiterhin behandelt. Er erlitt schwere Kopfverletzungen. Lebensgefahr könne noch nicht ausgeschlossen werden.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand gilt an der Kreuzung „rechts vor links“. Dementsprechend sind dem 18-Jährigen keine Vorwürfe zu machen. Allerdings, das betont der Polizeisprecher, wird gegen beide wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Zu klären sei die Funktionsfähigkeit der Bremsen an den Rädern, ob beide mit Licht gefahren sind, die Geschwindigkeit und, ob Alkohol im Spiel war.

Trotz dieses schweren Unfalls zieht die Polizei eigenen Angaben nach ein Radfahrverbot in der Innenstadt nicht in Erwägung. Seit Jahrzehnten hätte es keine Probleme mit der uneingeschränkten Fahrerlaubnis für Radfahrer – bis auf die Marktzeit – in der Fußgängerzone gegeben.

Von Verena Insinger

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