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Nachfolge für Stadthäger Geschäft

Der neue Mr. Tietz Nachfolge für Stadthäger Geschäft

Ein halbes Jahr hat Holger Schulz nach einem Nachfolger für seine Edeka-Filiale am Markt gesucht. Fündig wurde er nun bei einem Bruderpaar: Michele Böhne wird den Markt als selbstständiger Inhaber führen, sein Bruder Pascal übernimmt die Marktleitung.

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Holger Schulz (Mitte) sieht seinen Markt bei Pascal (links) und Michele Böhne in guten Händen.

Quelle: geb

Stadthagen. „Ich bin sehr froh, dass es weitergeht und alle Mitarbeiter übernommen werden“, sagt Tietz-Geschäftsführer Holger Schulz erleichtert. „Große Fußstapfen“ habe Schulz in den 36 Jahren hinterlassen, die er den traditionsreichen Feinkostladen geführt hat, finden die Böhnes. Der wiederum ist sich absolut sicher, die richtigen Männer für den Job gefunden zu haben. „Michele Böhne hat bewiesen, dass er was kann und gute Voraussetzungen mitbringt“, lobt Schulz.

„Von den 33 Jahren meines Lebens habe ich 16 bei Edeka verbracht“, so Michele Böhne. Von der Aushilfe über die Ausbildung bis zur Qualifikation zum Handelsfachwirt gingen die Brüder ihren Weg gemeinsam in dem Unternehmen – vom Packer zum Chef. Zwischendurch hat der Mindener einen Ausflug in die Model-Welt gemacht und belegte 2004 den zweiten Platz bei der Wahl zum Mister Germany.

Konkrete Pläne für den Markt

Aktuell führt Michele Böhne einen Edeka-Markt in Petershagen. Pascal Böhne leitet den Weinverkauf in einer Mindener Filiale. Für die Übernahme des Betriebs mit 36 Mitarbeitern zum 1. Januar haben die beiden schon konkrete Pläne geschmiedet. „Der Markt soll ein gesellschaftlicher Mittelpunkt sein, an dem sich die Kunden auch zum Plausch treffen können“, erklärt der zukünftige Inhaber. Das Sortiment soll um eine Bar mit selbst gemachten Salaten und Convenience-Produkten erweitert werden. Auch das Bio-Angebot und die Obst- und Backabteilung werden üppiger ausfallen. Zudem werden die Kunden zukünftig eine Fotostation und ein Kopiergerät nutzen können.

Augenmerk auf die Stammkundschaft

„Über die komplette Bandbreite wollen wir auf regionale Lieferanten setzen“, so Michele Böhne. Baulich werde sich das Geschäft nicht verändern. „Etwas neue Farbe kommt an die Wände und die Regale werden verschoben, aber das Flair wird bleiben“, verspricht Pascal Böhne. Das Augenmerk solle weiterhin auf der Stammkundschaft liegen, einen anonymen Supermarkt wollen die Brüder nicht führen. „Gerade für unsere älteren Kunden ist das eine echte Erleichterung“, bemerkt Schulz. Auch den Lieferservice wollen die Böhnes ausbauen.

Der scheidende Geschäftsführer ist optimistisch, dass seine Nachfolger auch im harten Preiskampf des Lebensmittelhandels bestehen werden: „In drei Jahren wird das Geschäft sein 100. Jubiläum feiern können.“ geb

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