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15:04 11.06.2018
Schauen optimistisch in die Zukunft: Aufsichtsratsvorsitzender Martin Runnebaum (links) und Interims-Vorstand Bernd Hellmann. Quelle: ssr
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Hellmann fungiert seit einem halben Jahr als hauptamtlicher Interimsvorstand. „Wir haben jemanden gefunden, der das dauerhaft machen will und stehen kurz vor dem Vertragsabschluss“, teilte Hellmann auf Anfrage mit. Ziel sei, dass der Neue noch im Sommer seine Arbeit aufnimmt.

Hellmann hatte im vergangenen November Michael Holler (54) abgelöst. Dieser hatte 2001 das Amt als Leiter des Evangelischen Alten- und Pflegeheims angetreten. Im Jahr 2016 gab es eine grundlegende Umstrukturierung. Bis dahin trug ein ehrenamtlicher Vorstand letztlich die Verantwortung für die Einrichtung. Dann obsiegte nach Darstellung von Hellmann die Einsicht, „dass wir auf dem angespannten Pflegemarkt einen hauptamtlichen Vorstand brauchen, wenn wir die hervorragende Stellung des Josua-Stegmann-Heims halten wollen“. Damit seien Ehrenamtliche überfordert, sei klar geworden.

Externe Beraterfirma hinzugezogen

Holler sei 2016 vom Heimleiter zum hauptamtlichen Vorstand geworden, Hellmann wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Gleichzeitig sei eine externe Beraterfirma zugezogen worden, um das Heim unter die Lupe zu nehmen. Ergebnis laut Hellmann: Vieles laufe gut, aber es gebe Veränderungsbedarf in Sachen Organisation und Administration. Und: „Die Schlüsse aus der externen Beratung haben vor diesem Hintergrund dazu geführt, dass die Vorstandstätigkeit von Holler nicht weiter fortgeführt werden konnte“.

Als Folge davon habe man Holler im vergangenen November nach den Worten des heutigen amtierenden Aufsichtsratsvorsitzenden Martin Runnebaum „ein Angebot mit einem anderen Aufgabenbereich gemacht, er hätte gerne bei uns weiterarbeiten können“. Doch das habe Holler nicht angenommen und die Einrichtung verlassen. Das Arbeitsverhältnis sei „in gegenseitigem Einvernehmen“ aufgelöst worden. Weitere Einzelheiten nannten Runnebaum und Hellmann „aus Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte“ nicht.

"Das war eine Super-Lösung"

In dieser Situation habe der Aufsichtsrat Hellmann gebeten, interimsmäßig das Vorstandsamt wahrzunehmen. Hauptaufgaben: Die Nachfolgersuche und eine organisatorische Konsolidierung herbeizuführen. Der Einsatz von Hellmann sei „alternativlos“ gewesen, sagt Runnebaum und fügt hinzu: „Es war eine Super-Lösung.“ Seit seinem Amtsantritt als Interimsvorstand lässt Hellmann seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender ruhen, dort wird er von Runnebaum, im Hauptberuf Oberprediger der St.-Martini-Gemeinde, ersetzt.

Dem Josua-Stegmann-Heim gehe es wirtschaftlich gut, betonte Hellmann. In Planung seien „einige innovative Ansätze zur Weiterentwicklung“. Dazu zähle unter anderem ein Konzept, eine Tagespflege aufzubauen.

Das Josua-Stegmann-Heim hat nach Angaben von Hellmann 129 Plätze und 130 Mitarbeiter, dazu verwaltet der Verein die direkt benachbarte Wohnanlage mit 80 Wohneinheiten. ssr

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