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Nachfrage hält sich in Grenzen

Stadthagen / PLSW-Krippe Nachfrage hält sich in Grenzen

Die Paritätische Lebenshilfe Schaumburg Weserbergland (PLSW) hat ihre erste betriebseigene Integrative Krippe in Stadthagen eingerichtet. Mit einem feierlichen Empfang wurden die neuen Räumlichkeiten, die neben dem heilpädagogischen Kindergarten der PLSW am Jägerhof an der Habichhorster Straße angesiedelt sind, gestern offiziell eingeweiht.

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Zur Feier des Tages geben die Kinder eine Kostprobe ihres musikalischen Könnens. tbh

Stadthagen. Zurzeit werden in der Krippe, die bereits im Mai ihren Betrieb aufgenommen hat (wir berichteten), acht Kinder im Alter bis zu drei Jahren betreut. Davon haben PLSW-Mitarbeiter jedoch lediglich drei Plätze in Anspruch genommen.

 Insgesamt hatten von den rund 300 Mitarbeitern der Einrichtungen in Stadthagen zwölf einen Betreuungsbedarf angemeldet, wie PLSW-Geschäftsführer Bernd Hermeling erläuterte. „Man muss das zurechtstutzen und langfristig sehen“, erklärte er angesichts der geringen Resonanz auf die Bedarfsumfrage. Das betreffe vor allem jüngere Mitarbeiter, die noch keine Kinder haben, in einigen Jahren aber von dem Angebot profitieren könnten. Drei in Anspruch genommene Plätze bei der ersten Einrichtung seien „okay“. Franka Stefanski, Leiterin des Bereiches Kinder und Familie bei der PLSW, ergänzte: „Es haben zum Teil auch Mitarbeiter Bedarf angemeldet, die sich zurzeit noch in der Phase der Familienplanung befinden.“

 150.000 Euro hat der Umbau insgesamt gekostet. 115.000 Euro wurden durch eine von der Stadt Stadthagen eingeworbene Förderung des Landes Niedersachsen abgedeckt. Im Gegenzug musste sich die PLSW vertraglich verpflichten, mindestens fünf der insgesamt 15 Plätze für den Nachwuchs anderer Eltern aus Stadthagen zur Verfügung zu stellen.

 Grundsätzlich ist die Gruppengröße integrativer Krippen von der Anzahl der Kinder mit besonderem Förderbedarf sowie dem Alter der Kinder abhängig. Bei derzeit drei Kindern mit individuellem Förderbedarf und der Altersverteilung in der Gruppe ergibt sich Stefanski zufolge momentan lediglich ein Betreuungsangebot für zehn Kinder. Wie viele der integrativen Plätze auf Kinder von PLSW-Mitarbeitern entfallen, wollte Stefanski aus Datenschutzgründen nicht verraten. Hinzu komme, dass „die Zahlen sich jeden Monat ändern können“.

 Darüber hinaus könnten Eltern aus Stadthagen auch zusätzlich zu den fünf vertraglich zugesicherten Plätzen die PLSW-Krippe in Anspruch nehmen, sagte Stefanski. Dafür müsse die Stadt Stadthagen als Kooperationspartner aber eine Ausnahmegenehmigung erteilen und Zuschüsse an die PLSW als Betreiber entrichten. Anfragen habe es gegeben. Sogar bei der Einweihungsfeier habe sich eine Familie gemeldet, die noch einen Platz suche. Die Stadtverwaltung habe weitere Plätze bislang jedoch abgelehnt.

 Nach dem offiziellen Empfang kamen die Gäste in den Genuss eines Ständchens, das die Krippenkinder gemeinsam mit den Kindern aus dem heilpädagogischen Kindergarten einstudiert hatten. Im Anschluss durften die Besucher die komfortabel eingerichteten und bunt gestalteten Räume in Augenschein nehmen. tbh

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