Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadthagen Stadt Nachnutzung verzögert sich
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Nachnutzung verzögert sich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:28 26.04.2018
STADTHAGEN

„Wir wollten mit dem Abriss von Teilen des Krankenhauses eigentlich schon dieses Jahr beginnen“, räumt Kreisbaudezernent Fritz Klebe ein. Nun wird es damit wohl frühestens Frühjahr 2018 werden. Denn nach der Eröffnung in Vehlen braucht es ungefähr ein Vierteljahr, bis die hiesigen Krankenhausgebäude „besenrein“ sind, anschließend erfolgt laut Klebe erst noch die umfangreiche Übergabe.

Ebenfalls erst im Frühjahr 2018 können daher die Umbauten der zur Nutzung vorgesehenen Teile der Krankenhaustrakte getätigt werden. Einziehen sollen dort wie berichtet die Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg sowie das Gesundheitsamt und die Außenstellen des Jugendamtes der Kreisverwaltung.

Die derzeitigen Mietverträge dieser Einrichtungen seien noch nicht gekündigt, sodass die Verzögerung diesbezüglich keine Konsequenzen habe, teilt Klebe mit. Hinzunehmen sei freilich, dass „angepeilte Optimierungen wie etwa die Zusammenführung bislang getrennter Stellen des Jugendamtes oder die Schaffung einer besseren räumlichen Situation für viele Mitarbeiter nun länger auf sich warten lassen“.

Was bereits im kommenden Winter gemacht werden könne, sei die wenig aufwendige Herrichtung des Krankenhaus-Verwaltungstraktes für den später dort einziehenden Sozialpsychiatrischen Dienst. Ebenfalls schon im Winter werde der Eingang zur Dialyse-Station neu gebaut. Wann die anderen genannten Ämter einziehen können, darauf will Klebe sich nicht festlegen: „Es gibt noch keinen Zeitplan, wir haben mit Blick auf ein solch kompliziertes Umbauprojekt noch keine Erfahrungen.“

Oliver Theiß sieht die Verwaltung "auf Kurs"

Was die auf großen Teilen des Krankenhaus-Areals vorgesehene Wohnbebauung angeht, sorgt derzeit ein konkretes Problem für Aufschub. Ein Fachbüro untersucht nach den Worten von Klebe, ob das Kanalsystem auf dem Gelände zu marode und zu klein für die künftige Nutzung ist. Von dem Ergebnis des Gutachtens hängt ab, ob eine neue Kanalisation gebaut werden muss. Sollte das der Fall sein, dürfte es schwierige Verhandlungen zwischen diversen Nutzern geben, wer welchen Anteil der Kosten zu tragen hat.

Mit der Erstellung des Bebauungsplans (B-Plan) für das Gelände liegt die dafür zuständige Stadtverwaltung nach den Worten von Bürgermeister Oliver Theiß „auf Kurs“. Laufe alles wie geplant, könne der B-Plan in diesem Jahr verabschiedet werden. Wie berichtet, haben die Sparkasse Schaumburg und die Volksbank Hameln-Stadthagen vor, gemeinsam das Gelände zu kaufen und für Wohnbebauung zu vermarkten.

ssr