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Nachwuchsregisseure am Werk

Schüler drehen Kurzfilm Nachwuchsregisseure am Werk

„Man sieht doch, dass du nicht richtig zutrittst“, sagt der 15-jährige Timon Wagner zu seinen Darstellern. „Das machen wir gleich noch mal!“, fordert er, während die Laiendarsteller lachen und feixen.

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Alles nur gespielt: Schüler des Wilhelm-Busch-Gymnasium drehen einen Kurzfilm.

Quelle: js

Stadthagen. Es bereitet ihnen sichtlich Freude, die Szene zu drehen, die sie sich vorher zum Thema Freundschaft und Mobbing ausgedacht haben.
Die fünf Jungs sind nicht die einzige Gruppe, die mit einer Kameras durchs Wilhelm-Busch-Gymnasium (WBG) streift. Das Gymnasium ist erst kürzlich vom Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) als Filmreferenzschule ausgezeichnet worden.

Filmlehrerin Ulrike Loger ist ihren Schützlingen immer auf den Fersen und gibt wertvolle Tipps. Schließlich geht er außer der Benotung auch um die Teilnahme an einem Filmwettbewerb für Schulen in Niedersachsen („Wirklich Freunde. Wirklich Freundinnen“). „Es macht unheimlich Spaß zu sehen, wie motiviert die Schüler sind“, sagt sie.

Zu verdanken haben die Jungen und Mädchen das neue Schulfach eine Änderung im Lehrplan. Jener nahm vor zwei Jahren den Bereich „Film“ auf, der jetzt Teil des Kunst-Unterrichtes ist. „Es ist wichtig, dass sich die Schüler mit dem Medium auseinandersetzen, dass sie zu allererst und in vorderster Linie konsumieren“, meint Loger. Mit Erschrecken habe sie festgestellt, dass Achtklässler Formate wie „Bauer sucht Frau“ und „Berlin Tag und Nacht“ für bare Münze nehmen. Indem die Schüler nun selbst mit der Kamera aktiv werden, „merken sie, welche Wirkung Bilder erzielen können und setzen sich kritischer damit auseinander“, ist sich die Lehrerin sicher.

Nach einem kurzen theoretischen Einstieg, bei dem Grundlagen wie Licht, Ton, Technik und Perspektiven vermittelt werden, dürfen die Jungen und Mädchen auch sofort loslegen. In Gruppen finden sie sich zusammen, verteilen ihre Rollen vom Kameramann bis zum Regisseur und legen die Handlung fest.

„Besonders bemerkenswert ist, dass wirklich alle Kinder aktiv werden und eine ganz natürliche Arbeitsteilung passiert“, beobachtet die Filmlehrerin. Extrovertierte und introvertierte Jungen und Mädchen würden, ganz anders als bei anderen Gruppenarbeiten, wie von Zauberhand zusammenarbeiten. Dass sehen die Schüler genauso: „Seit ich gemerkt habe, wie professionell wir hier einen Film drehen können, habe ich richtig Spaß“, sagt Manuel Busch. Auch Timon Wagner ist begeistert: „Ich finde es geil, dass wir so viele von unseren eigenen Ideen einfließen lassen können.“

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