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Stadthagen Stadt Naturschutz europaweit Thema
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Naturschutz europaweit Thema
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21:10 17.01.2013
Gästeführerin Ulrike Hasemann (links) zeigt den weitgereisten Schülern und Betreuern die Stadt. Quelle: tbh

Stadthagen (tbh). Gemeinsam mit ihren Gästen machten die am Projekt beteiligten WBG-Schüler einen Ausflug in den Harz, zur Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM), besichtigten die Meerbruchwiesen und ein Luchsgehege. Esmee (14) und Laila (13) aus den Niederlanden gefiel das Steinhuder Meer besonders gut. Arnacha Nunez und Juan Manuel Gomez aus Spanien waren überrascht, wie grün die Wälder im Harz im Gegensatz zu den Wäldern in ihrer Heimat sind. Der Wintereinbruch hat ihnen jedoch das außergewöhnlichste Erlebnis beschert. Zum ersten Mal haben die sonnenverwöhnten spanischen Schüler Schnee angefasst.

Obwohl das Thema Naturschutz im Mittelpunkt stand, hatten die Schüler aus Litauen, Spanien und den Niederlanden auch Zeit für das gegenseitige Kennenlernen. „Weil wir uns jetzt zum ersten Mal getroffen haben, hat jede Schule sich und die Naturschutzprojekte der jeweiligen Region vorgestellt“, erklärte Dorothee Lucke, die Projektleiterin für das WBG. Dadurch konnten die Schüler schon mal einen Eindruck gewinnen, was sie bei ihren Gegenbesuchen in Spanien, Litauen und den Niederlanden erwartet. Ann Christin Brandes (15) vom WBG findet es besonders interessant, dass so unterschiedliche Menschen sich zu einem Thema austauschen.

„Das klappt trotz sprachlicher Schwierigkeiten eigentlich ganz gut“, verrät sie. Zum Auftakt der Comeniuswoche machte die Gruppe eine Stadtführung, bei der Gästeführerin Ulrike Hasemann den angereisten Schülern und Betreuern die Renaissancestadt Stadthagen zeigte. Auch Bürgermeister Bernd Hellmann begrüßte die Schüler bei einem Empfang im Rathaus.

Obwohl Nunez und Gomez vor drei Jahren schon einmal hier zu Besuch waren, haben sie sich an das deutsche Essen und vor allem die frühen Essenszeiten erst gewöhnen müssen. In ihren Gastfamilien fühlten sich die spanischen Besucher aber sehr wohl und gut umsorgt.

Insgesamt soll das Projekt über zwei Jahre laufen. Während dieser Zeit werden die Schüler abwechselnd alle Partnerländer bereisen und sich die Naturschutzprojekte und Problematiken vor Ort anschauen. „Im Vordergrund steht der europäische Gedanke“, betonte Lucke. Es gehe vor allem darum, den Schülern näherzubringen, warum Naturschutz europaweit nötig ist und dass es gerade bei diesem Thema wichtig sei, global zu denken. „Naturschutz alleine zu betreiben hilft nicht“, fasste sie zusammen. Zum Schluss sollen nach Angaben von Lucke die in dem Comenius-Projekt gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen in einem Gemeinschaftsprojekt zusammengetragen werden.