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Neue Kita-Gruppen in Planung

Einstimmiger Beschluss Neue Kita-Gruppen in Planung

Die Paritätische Lebenshilfe Schaumburg Weserbergland (PLSW) wird Träger einer Integrationsgruppe und einer Krippengruppe in Stadthäger Kindergärten. Der Einrichtung dieser Gruppen hat der Ratsausschuss für Schulen und Kindergärten einstimmig zugestimmt.

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Die PLSW will zusätzliche Integrationsangebote in Stadthäger Kindergärten und Kindertagesstätten schaffen.

Quelle: Symbolfoto (dpa)

Stadthagen. Um eine Integrationsgruppe bereichert wird demnach der Kindergarten Wendthagen Am Räuberwald, die Krippengruppe wird im heilpädagogischen Kindergarten Jägerhof eingerichtet.

Franka Stefanski und Peter Stuart, Geschäftsführer der PLSW in Hameln, nutzten als Vertreter der GmbH die Möglichkeit, ihr Angebot den Ausschussmitgliedern vorzustellen. „Wir stellen schon seit vielen Jahren fest, dass Eltern, die in Stadthagen wohnen, aus Mangel an Alternativen in den heilpädagogischen Kindergarten Bückeburg ausweichen“, sagte Stefanski. Dies habe die PLSW zum Anlass genommen, zusätzliche Integrationsplätze in Stadthagen zu schaffen. Die PLSW möchte sich in Wendthagen mit dem Regelkindergarten vernetzen, „um Eltern so die Möglichkeit zu geben, in Stadthagen bleiben zu können.“ Stefanski betonte vor der Beschlussempfehlung, dass die Lebenshilfe sehr erfreut darüber ist, dies als Träger ermöglichen zu können.

Erste Anmeldungen liegen vor

Für die Integrationsgruppe lägen Stefanski bereits vor der Entscheidung durch den Ausschuss vier Anmeldungen vor, wie sie betonte. Insgesamt hätten aktuell 44 Kinder aus Stadthagen Betreuungsbedarf.

„Während es in normalen Gruppen 25 Kinder gibt, besteht eine integrative Gruppe aus 14 Regelkindern und vier Kindern mit Handicap“, erklärte die PLSW-Sprecherin den Kommunalpolitikern. Außer zwei Erziehern gibt es zusätzlich eine heilpädagogische Fachkraft. Außerdem soll es ein Therapieangebot vor Ort geben, das in Regelgruppen nicht ermöglicht werden kann, ergänzte Stefanski.

Geplant ist, die Kinder in der neuen Jägerhof-Gruppe von 7.30 bis 13.30 Uhr zu betreuen – mit einer Möglichkeit zur Sonderöffnung bis 14 Uhr.

"Inklusion muss früh anfangen"

In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sei es gelungen, diese neuen Plätze bis 2018 abzusichern, merkte WIR/FDP-Sprecher Richard Wilmers an. „Inklusion muss ganz früh anfangen, schon in der Krippe. Ansonsten wird es schwierig, Integration als Konzept zu realisieren“, sagte Wilmers.

Für die Einrichtung der Gruppen müssen überplanmäßig 62 200 Euro bereitgestellt werden. Die Deckung der Ausgaben soll durch Mehrerträge und Mehreinzahlungen bei der Gewerbesteuer ermöglicht werden.

Die Stadtverwaltung wurde nun damit beauftragt, die Verträge über den Betrieb der Gruppen in Trägerschaft der PLSW zu schließen. Zunächst müssen jedoch die Kostenaufstellungen der PLSW vonseiten der Stadt überprüft werden. mak

CDU-Antrag abgelehnt

Dem Antrag der CDU-Fraktion im Rat der Stadt auf Einrichtung von zwei inklusiven Kindergartengruppen ist vom Ausschuss in dieser Form nicht zugestimmt worden. „Der Rechtsanspruch ist abgedeckt“, betonte Iris Freimann von der Verwaltung. Dieser entspricht nicht immer dem tatsächlichen Bedarf der Eltern: „Es gibt noch freie Nachmittagsplätze, die aber keine Alternative für Eltern sind, die eine Vormittagsbetreuung brauchen“, sagte Freimann. Wolle die Stadt weitere Ansprüche decken, müsste sich die Verwaltung Gedanken über die Planung einer neuen Kindertagesstätte machen. In diesem Zuge deutete Freimann an, dass ein Grundstück Am Obstanger für diesen Zweck vorliegen würde. „Eine andere Möglichkeit sieht die Verwaltung derzeit nicht, weitere Plätze bereitzustellen“, sagte Freimann abschließend. mak

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