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Neuer Mut: „Wir schaffen es“

Stadthagen / Siga Neuer Mut: „Wir schaffen es“

Die Grundstimmung ist wieder positiver, der Silberstreif am Horizont langsam erkennbar: „Ich bin optimistisch und habe durch die vergangenen Tage und Wochen neuen Mut gewonnen.“ Rudolf Krewer, Vorsitzender der Schaumburger Initiative gegen Arbeitslosigkeit (Siga), kämpft zusammen mit allen Mitarbeitern verbissen um die Zukunft des Vereins.

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Die Unterschriftenlisten liegen unter anderem in der St.-Martini-Kirche aus. Rudolf Krewer freuen die bisher rund 600 Unterstützer. © par

Stadthagen (par). Seit Juni steht die Zukunft mehr als auf der Kippe – allen 30 fest angestellten Arbeitskräften wurde zum 31. Dezember dieses Jahres vorerst gekündigt.

Da die Bundesregierung drastische Einschnitte im Bereich der Förderung von Langzeitarbeitslosen plant, war die Siga verpflichtet, einen Kurswechsel zu vollziehen. „Die Entlassungen waren leider unumgänglich“, begründet er die Entscheidung. Der Schock habe bei den Angestellten zwar zunächst tief gesessen, dennoch sei die Einstellung nach wie vor positiv. „Wir glauben alle daran, dass wir uns retten werden. Einfach toll, wie alle an einem Strang ziehen“, erklärt Klewer.

Seit fast 15 Jahren betreut der Verein Langzeitarbeitslose, die das 50. Lebensjahr überschritten haben oder gesundheitlich beeinträchtigt sind. In den Bereichen Einzelhandel (die Siga betreibt drei Geschäfte), Holz- und Metallarbeit sowie dem Transportgeschäft (drei eigene Lastkraftwagen) werden die betreuten Personen an die Arbeitswelt herangeführt.

Der Erfolg kann sich sehen lassen: 25 Prozent der Langzeitarbeitslosen konnten in reguläre Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden. „Eine wirklich gute Quote und ein Beleg für die gute Arbeit, die bei uns gemacht wird.“

Die Kürzungen, die von der Bundesregierung angedacht sind, werden zur Folge haben, dass die 370 Euro, die bisher für jeden Betreuten monatlich zur Verfügung gestellt wurden, auf nur noch 30 Euro gekürzt werden sollen. „Das ist lachhaft – damit könnten wir den Laden sofort dichtmachen, da dieser Betrag nicht einmal die Verwaltungskosten deckt.“

In besonders schweren Fällen soll es zwar eine Aufstockung auf 150 Euro geben, doch selbst das sei alles andere als kostendeckend.

Die Zusagen von einigen Sponsoren, die finanzielle Unterstützung leisten wollen, sowie eine bisher 600 Namen umfassende Unterschriftenliste machen Krewer unterdessen Mut. „Wir befinden uns zudem in intensiven Gesprächen mit dem Jobcenter und dem Landkreis und versuchen eine Lösung zu finden.“

Krewer könne verstehen, dass an einigen Stellen gespart werden müsse, dennoch sehe er nicht ein, dass dies ohne Rücksicht auf Verluste geschehe. „Wir leisten erfolgreiche Arbeit. Es tut einfach weh, wenn das nicht erkannt wird und uns die finanziellen Mittel so radikal gestrichen werden.“

Nach Krewers Angaben werde das Stromsparprojekt durch die Sponsorengelder auf alle Fälle erst einmal aufrecht erhalten werden können. „Mit dieser Mannschaft im Rücken wird die Siga es schaffen“, zeigt sich der Vorsitzende abschließend optimistisch.

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