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Stadthagen Stadt Neugierige Besucher auf Socken
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Neugierige Besucher auf Socken
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00:17 06.10.2017
Mehmet Yabas, Vorsitzender der Stadthäger türkisch-islamischen Gemeinde, führt die Besucher durch die Moschee. Quelle: col
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STADTHAGEN

Fünf Gebete täglich zu festgelegten Zeiten, das sei ihr zu viel. Diese Informationen und viele weitere haben Interessierte bei der türkisch-islamischen Gemeinde in Stadthagen erfahren, die unter dem Motto „Gute Nachbarschaft – bessere Gesellschaft“ ihre Türen geöffnet hat.

Gerade in der heutigen Zeit, in der es viele Vorurteile gegen den Islam gebe, sei es wichtig, offen zu sein, sagt Vorsitzender Mehmet Yabas. So habe es von den Besuchern auch kritische Nachfragen bezüglich Hasspredigern und Salafisten gegeben. „Ich mache den Leuten aber klar, dass Politik in der Moschee tabu ist. Aber natürlich sprechen unsere Imame mit den Jugendlichen, um sie vor den Ansichten von Salafisten und dem IS zu schützen.“

Auch Christa Bohn findet, dass sich die Imame stärker positionieren sollten: „Ich vermisse Kritik an den Terroristen in der Öffentlichkeit.“ Das Ehepaar ist jedoch nicht gekommen, weil sie die Religion kritisch sieht, „im Gegenteil, wir sind einfach interessiert“, sagt Christa Bohn. Zwei Jahre haben die Pollhäger in Teheran gelebt, sind also mit dem Islam schön häufiger in Berührung gekommen, „aber so wirklich viel wissen wir darüber nicht“.

Auf eine Tasse Tee

Viele haben wie Bohns die Gelegenheit genutzt, um sich ein Bild von der Religion zu verschaffen, sich die Waschräume, den Gebetsraum mit der imposanten Kuppel und der Predigtkanzel anzuschauen. „Bei einer Tasse Tee wollen wir mit den Menschen ins Gespräch kommen. Deswegen ja auch das diesjährige Motto Nachbarschaft“, so Yabas. Schließlich sei die Moschee auch für Flüchtlinge eine Anlaufstelle. „Viele kommen sogar mit dem Fahrrad aus Sachsenhagen, um hier zu beten.“

Seit mehr als 20 Jahren veranstaltet der Koordinationsrat der Muslime diese Tage, um den Dialog zu fördern und ein Kennenlernen der Muslime und ihrer Gemeinden zu ermöglichen. col

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