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Neustart für die Zehntscheune

Stadthagen Neustart für die Zehntscheune

Wie geht es weiter mit der Zehntscheune? Viel war in den vergangenen Monaten und Jahren über die Zukunft des Bauwerks beraten worden, jetzt hat Darjush Davar ein neues Konzept vorgestellt.

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Die Zehntscheune könnte bald von einem neuen Verein mit Leben gefüllt werden. Die Stadt wäre dann nur noch für das Gebäude zuständig.

Quelle: Archiv/rg

Stadthagen. Davar, freiberuflicher Grafiker aus Obernkirchen, kümmert sich ehrenamtlich um die Außendarstellung des Stadthäger Kleinods. Er will die Zehntscheune mithilfe eines neuen Vereins als Kulturort etablieren. „Sie werden einen vergleichbaren Ort in Schaumburg nicht finden“, erklärte er den Mitgliedern des Sozialausschusses der Stadt. Die Zehntscheune solle, so Davar, ein „Ort für Kunst jedweder Couleur“ werden, sie solle Platz für Ausstellungen, Lesungen und Musikinstallationen bieten. Auch eine Verknüpfung mit dem Museum Amtspforte und der Alten Polizei ist angedacht, sodass ein Kulturviertel entsteht.

 Die neu hergerichteten Räumlichkeiten böten ein Ambiente, das frei von Ablenkung, Gastronomie oder anderer Betriebsamkeit die Aufmerksamkeit der Besucher direkt auf das Dargebotene fokussiere. „Ziel ist es, Leute zu erreichen, die wir im Kulturbetrieb verloren haben“, betont Davar – ein „kulturfernes“ und vor allem junges Publikum. Die Hemmschwelle soll – gerade durch die Bauweise der Zehntscheune mit ihren offenen Flügeltüren – deshalb möglichst niedrig gehalten werden.

 Die Struktur des neuen, noch zu gründenden Vereins, sieht einen Kurator vor, der das Programm gestaltet. Er soll über Veranstaltungen und Aktionen entscheiden, das Gebäude selbst verbliebe bei der Stadt. Ein solches Projekt könne nicht von den bestehenden Vereinen auf die Beine gestellt werden, da sie durch ihre Satzungen in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt würden. „Um ein neues Programm zu entwerfen, braucht es gewisse Freiräume“, so Davar. Auch die Tatsache, dass die finanziellen Möglichkeiten der Stadt sehr begrenzt sind, findet in dem Konzept Berücksichtigung.

 Derzeit laufen Gespräche mit den Vereinen (hier streben Davar und seine Mitstreiter Kooperationen an), mit der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur und Künstlern. Gleichzeitig bereitet Davar gemeinsam mit Bauamtsmitarbeiter Matthäus Schmidt sowie Iris Freimann und Martin Opfermann vom Fachbereich Bürgerdienste das Programm für 2015 vor. Bei den Mitgliedern des Sozialausschusses stieß das Konzept auf großes Interesse. Es soll nun in den Fraktionen beraten werden.aw

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