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„Nicht Kontrolle, sondern Transparenz“

Hochwasserschutz in Stadthagen „Nicht Kontrolle, sondern Transparenz“

In vollem Gange befindet sich die externe Begutachtung der beiden Vorschläge für den Hochwasserschutz in der Stadthäger Weststadt.

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Quelle: Archiv

STADTHAGEN.. Die eingeschlagene Vorgehensweise mit einer durch Ratsmitglieder besetzten Begleitgruppe erweise sich dabei als „äußerst zielführend“, vermeldete Stadtplaner Gerrit Schwalbach in der jüngsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses. Das Stadthäger Ingenieurbüro Kirchner hatte im Auftrag der Stadt ein Konzept vorgelegt, das im Kern zwei große Rückhaltebecken im Bereich der Enzer Straße vorsieht. Dann kam ein Alternativkonzept von Ehrenamtlichen der lokalen Agenda 21 auf den Tisch, das auf eine Verwallung südlich der Enzer Straße zielt. Daraufhin entschied sich der Rat für eine externe Begutachtung beider Vorschläge.
Ein erstes Treffen von Begleitgruppe, Verwaltung und dem mit der externen Begutachtung beauftragten Ingenieurbüro Sönnichsen & Partner (Minden) habe stattgefunden, das nächste sei für Anfang Oktober geplant. Beim ersten Treffen sei es vor allem „um einen Datenabgleich“ der beiden Konzepte gegangen. Daraus hätten sich viele Rückfragen ergeben, die vom Gutachterbüro jetzt aufgearbeitet würden, schilderte der Stadtplaner.

Schrittweiser Prozess

Nach den Worten von Schwalbach soll Sönnichsen & Partner „nicht im engeren Sinne das Kirchner-Konzept begutachten“. Eher gehe es darum, „den Vorschlag der Agenda 21 auf ein planerisches Niveau zu heben, sodass eine Vergleichbarkeit hergestellt werden kann“. Das Ganze passiere in einem schrittweisen Prozess. Letztlich gehe es darum, „einen gangbaren, pragmatischen und finanzierbaren Weg für den Hochwasserschutz in der Weststadt zu finden“.
Beim ersten Treffen sei es um viele technische Details gegangen, für die Schwalbach einige Stichworte nannte: Um Abflussmengen und Kanalquerschnitte handele es beispielsweise, um Stauvolumen und den Aufwand für die Instandhaltung eines Walles, auch um die Frage, ob vorhandene Gasleitungen mit den Konzepten verträglich sind. Besonders im Blick sei, durch die Maßnahmen das Ziel zu erreichen, dass die betreffenden Teile der Weststadt inklusive Gewerbepark Schaumburg aus dem jetzigen Überschwemmungsgebiet herausgenommen werden können, um dort Bauaktivitäten zu ermöglichen.

Transparenz gewünscht

Ausschussvorsitzende Ute Hartmann-Höhnke (SPD) betonte, die Begleitgruppe aus Ratspolitikern solle nicht die Experten aus Verwaltung und Fachbüro überwachen: „Wir wollen den Planungsprozess verfolgen, immer volle Kenntnis haben; dabei geht es nicht um Kontrolle, sondern um größtmögliche Transparenz.“ Diese diene dazu, „anschließend die politische Beratung und den Entscheidungsprozess zu beschleunigen, denn wir wollen möglichst schnell vorankommen“.
Schwalbach sagte auf Nachfrage im Anschluss an die Ausschusssitzung, der Zeitplan sei offen, er wünsche sich aber ein Ergebnis der externen Begutachtung Anfang kommenden Jahres.  ssr

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