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Stadthagen Stadt Nicht alltäglicher Befreiungseinsatz
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Nicht alltäglicher Befreiungseinsatz
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00:28 26.03.2015
Symbolbild Quelle: dpa
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Stadthagen (js)

Auch in Stadthagen können Passanten immer wieder erstaunt beobachten, dass eine Schwerlasttrage zum Personentransport zum Einsatz kommt. „Glücklicherweise mussten wir bisher noch keine gestorbene Person bergen“, sagt Stadtbrandmeister Rolf Bruns. Allerdings rücke die Feuerwehr Stadthagen etwa zehn Mal im Jahr aus, um beleibte Menschen aus ihren Wohnungen zu befreien. „Oft müssen diese Menschen wegen eines Notfalls zum Arzt“, erklärt der Stadtbrandmeister.

Zu Gebäudeschäden kam es bei derlei Einsätzen der Stadthäger Feuerwehr bisher nicht. „Wir mussten noch keine Wände einreißen, um jemanden zu befreien“, sagt Bruns. In den meisten Fällen könne die Hubrettungsbühne ein passendes Fenster oder einen Balkon erreichen.

Bevor diese aber zum Einsatz kommt, wird die zu rettende Person auf eine Schwerlasttrage gelegt und ausreichend befestigt. „Dort können sechs bis acht Mann mit anpacken“, erklärt Bruns. Jene Trage wird dann oberhalb der Rettungsbühne befestigt. Dieser Transport sei „patientenschonender“ als andere Methoden. „Bei uns muss niemand an einem Seil baumeln und herunter gelassen werden“, sagt der Stadthäger.

Nach Angaben der Stadt kostet so ein Einsatz zwischen 100 und 500 Euro – je nachdem, wie lange er dauert und wie viel Feuerwehrpersonal involviert ist. Die anfallenden Kosten werden dem Rettungsdienst in Rechnung gestellt. Dieser wird von den Krankenkassen bezahlt.

Wenn sich die Feuerwehr in Stadthagen nicht gerade um die Brandbekämpfung kümmert oder Menschen aus misslichen Lagen befreit, „machen wir sowieso alles, was sonst keiner macht“, sagt Bruns mit einem Schmunzeln. Sei es nun der Kater im Baum oder die Entfernung der Ölspur nach einem Unfall. Die meisten Einsätze ohne Brandbekämpfung, die die Stadthäger Feuerwehr fährt, haben jedoch glücklicherweise einen trivialen Grund: Fehlalarme.

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