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„Nicht im Schweinsgalopp“

Städtischer Feuerwehrbedarfsplan „Nicht im Schweinsgalopp“

„Länger und mühseliger als anfangs gedacht“gestaltet sich die Erstellung des städtischen Feuerwehrbedarfsplans. Das hat die Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste in der Stadthäger Stadtverwaltung, Iris Freimann, auf Anfrage eingeräumt: „Die Menge an Arbeit war uns vorher nicht klar.“

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Die Stadtverwaltung möchte die Feuerwehren langfristig optimal aufstellen.

Quelle: RG

STADTHAGEN. Der Rat hatte die Erstellung des Plans im Juli 2015 auf den Weg gebracht. Damals hatte es geheißen, das Werk werde binnen neun Monaten vorliegen. Es handele sich um den ersten Feuerwehrbedarfsplan der Stadt, „wir hatten mit so etwas noch keine Erfahrung“, erläutert Freimann: „Die Menge an Arbeit war uns vorher nicht klar.“ Die Stadtverwaltung setze dabei bewusst darauf, „gründlich und sorgfältig eine gute und gesicherte Datengrundlage zu erstellen“. Da könne man „nicht im Schweinsgalopp durch“, unterstreicht Freimann. Dabei stehe man auch „nicht unter Zeitdruck“. Denn die hiesigen Ortswehren seien auch jetzt schon gut ausgestattet. „Wir machen den Plan nicht, weil wir Probleme hätten, sondern weil wir unsere Feuerwehren langfristig zukunftsfähig optimal aufstellen wollen“, erklärt die Fachbereichschefin.

Daten in absehbarer Zeit erhoben

Nach Angaben von Martin Opfermann, in der Stadtverwaltung für die Feuerwehren zuständig, werden bei der Erhebung der Bestandsdaten derzeit noch Restarbeiten erledigt. „In absehbarer Zeit“ werde das mit der Erstellung des Plans beauftragte Fachbüro BBS Gefahrenabwehr-Planung (Hamburg) über alle notwendigen Daten verfügen. Die Verwaltung hoffe, dass der Plan von dem Büro im ersten Halbjahr 2018 vorgelegt werden kann. Anschließend werden Verwaltung und Ratsgremien über Konsequenzen aus dem Plan und dessen Empfehlungen beraten.

Die Ursache dafür, dass sich die Erarbeitung des Plans deutlich länger hinzieht als gedacht, liegt laut Freimann vor allem in der Menge der Daten, die für die Erhebung des Ist-Zustands erforderlich sind. Allein von der Ortswehr Stadthagen seien weit mehr als 1000 Datensätze geliefert worden. Bei der Erhebung sei man ganz auf die Zuarbeit durch die Ehrenamtlichen der sieben Ortswehren angewiesen. „Und die müssen das noch zusätzlich zu ihrem ohnehin anfallenden Engagement leisten“, so Freimann. Das habe halt seine Zeit gedauert und sei auch mit Fehlern behaftet gewesen. „Alle haben das zum ersten Mal gemacht, da sind Unstimmigkeiten zwangsläufig“, erklärt die Fachbereichsleiterin: „Wir wollten die Ehrenamtlichen aber auch nicht unter Zeitdruck setzen.“

Wie viel Personal rückt mit welchen Geräten wann aus?

Bei der Erhebung der Daten geht es darum, genau anzugeben, wie die Ausstattung mit Personal, Geräten und Feuerwehrhäusern aussieht. Beim Personal beispielsweise müssen individuelle Angaben unter anderem zum Dienstgrad, dem Stand der technischen Ausbildung, dem Wohnort, der Verfügbarkeit und dem Arbeitgeber (freiwillig) gemacht werden. Von den Ortswehren anzugeben waren auch Details sämtlicher Einsätze seit 2010 – mit wieviel Personal und mit welchen Geräten wurde in welcher Zeit wohin ausgerückt?

Die ganzen Daten dienen dazu, dass das Fachbüroaufaufzeigen kann, inwieweit die Realität der Stadthäger Wehren mit den landesweiten Feuerwehrdienstvorschriften übereinstimmt. Daraus lassen sich gegebenenfalls Handlungsnotwendigkeiten ableiten. Darüber hinaus kann der Rat anschließend im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften ein sogenanntes Schutzziel festlegen. Das definiert, in welchem Bereich eine Ortswehr in wie viel Minuten, mit welchem Personal, und Gerät am Einsatzort sein soll. Daraus würden eventuell weitere Bedarfe für Investitionen resultieren, die erfüllt werden müssten.  ssr

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