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Nicht nur Ja oder Nein

Stadthagen / Diskussion um Außenbecken am "Tropicana" Nicht nur Ja oder Nein

Soll das „Tropicana“ ein Außenbecken erhalten oder nicht? Nach dem Willen des Rates sollen die Bürger an der Beantwortung dieser Frage beteiligt werden. Derzeit bereitet die Stadtverwaltung eine Bürgerbefragung vor. Diese soll nach den Worten von Bürgermeister Bernd Hellmann im Frühherbst umgesetzt werden.

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Wird es anstelle des früheren Wellenbeckens ein Außenschwimmbecken geben? An der Beantwortung dieser Frage sollen Bürger beteiligt werden.

Quelle: rg

Von Stefan Rothe Stadthagen. Stadthagen. Laut Beschluss des Verwaltungsausschusses (VA) soll das Projekt mit Unterstützung des Zentrums für Organisationsdiagnostik der Kommunalen Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen (Hannover) abgewickelt werden. Gedacht ist nach Darstellung Hellmanns an eine stichprobenartige Befragung von Bürgern auf dem Marktplatz und an den Straßen. „Mindestens tausend Stadthäger“ sollen demnach Antwort geben.

 Als Interviewer kommen nach derzeitigem Planungsstand laut Bürgermeister „verwaltungsinterne Hilfspersonen, aber auch Schüler“ in Betracht. Nach dem Willen des VA darf das ganze Vorhaben insgesamt so zwischen 4000 und 12000 Euro kosten.

 Wie der Fragebogen und dessen Fragestellung(en) aussehen sollen, ist noch offen. Dieser wird in den kommenden Wochen von Mitarbeitern der Stadtverwaltung und dem genannten Institut erarbeitet. Darüber wird anschließend der VA beraten und entscheiden. Das soll der Ankündigung Hellmanns zufolge noch vor der Sommerpause geschehen. Ziel sei es, dass das Ergebnis der Bürgerbefragung „Ende diesen, Anfang nächsten Jahres vorliegt“.

 Nach Überzeugung des Bürgermeisters kann nicht nur nach der simplen Frage vorgegangen werden, ob jemand ein Außenschwimmbecken will oder nicht. Denn: „Wir wollen auf dem Fragebogen zum Beispiel auf jeden Fall über die langfristigen finanziellen Folgen einer solchen Investition informieren.“ Zudem solle der Bedarf etwas differenzierter nachgefragt werden als einfach nur mit Ja und Nein.

 Auch eine Information darüber, welchen Stellenwert die Befragung für den Prozess der politischen Willensbildung hat, solle vermerkt werden. „Schließlich wollen wir bei den Befragten nicht den Eindruck erwecken, als gehe es um ein Plebiszit.“

 Vor der Befragungsaktion soll es nach Schilderung von Hellmann eine breite Information der Bürgerschaft per Broschüre und gegebenenfalls auch durch eine Bürgerversammlung geben.

 Parallel erarbeitet die Geschäftsführung der Wirtschaftsbetriebe laut Hellmann derzeit ein internes Konzept für ein Außenschwimmbecken. Mit dieser Planung will man für alle Eventualitäten gewappnet sein. Die kalkulierte Investitionssumme belaufe sich dabei auf „zwei bis zweieinhalb Millionen Euro“, verriet der Verwaltungschef. ssr

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