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Niemand will Oberprediger werden

St.-Martini-Gemeinde sucht Pönnighaus-Nachfolger Niemand will Oberprediger werden

Niemand hat Lust auf die Stelle des Oberpredigers. Diese war innerhalb der Schaumburg-Lippischen Landeskirche ausgeschrieben worden, weil Amtsinhaber Klaus Pönnighaus Ende August in Ruhestand geht.

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Die St.-Martini-Gemeinde sucht einen neuen Oberprediger.

Quelle: Archiv

Stadthagen. Stadthagen. Mit Ende der Bewerbungsfrist haben die Verantwortlichen der St.-Martini-Gemeinde jetzt festgestellt: Es ist keine einzige Bewerbung eingereicht worden.

Das ist überraschend, gilt die Stelle doch als attraktiv. Nach Auskunft des Sprechers der Landeskirche, Ulrich Hinz, ist sie eine Gehaltsstufe höher als eine normale Pastorenstelle dotiert. Der Inhaber hat die Geschäftsführung der Kirchengemeinde inne und damit reichlich Einfluss. Zudem bietet der Posten gute Möglichkeiten, sich in der städtischen Öffentlichkeit zu profilieren.

Nun wird die Sache kompliziert. Auf Bitte des Gemeindekirchenrates wird der Landeskirchenrat die Stelle extern ausschreiben. Demnach können sich Pastoren aller sieben Mitgliedskirchen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland (VELKD) bewerben. Selbstverständlich hat damit auch jeder schaumburg-lippische Pastor erneut die Gelegenheit, sich zu bewerben. Als Bewerbungsfrist seien vier bis acht Wochen üblich, sagte Hinz.

Anschließend müssen die Bewerbungen nach Angaben des Pressesprechers im Landeskirchenamt gesichtet werden. Daran sollen Vertreter der St.-Martini-Gemeinde beteiligt sein. Wer in die engere Auswahl kommt, wird zu einer Probepredigt und zu einem ausführlichen Gespräch mit dem Gemeindekirchenrat nach Stadthagen eingeladen. Der Gemeindekirchenrat ist das Gremium, das letztlich über die Besetzung der Stelle entscheidet.

Das alles soll „schnellstmöglich“ passieren, versicherte Hinz, denn es „bleibt das Ziel, dass wir die Stelle direkt nach dem Ausscheiden von Oberprediger Pönnighaus zum 1. September wieder besetzen“. Das allerdings erscheint angesichts des aufwendigen Verfahrens als recht ehrgeiziges Vorhaben. ssr

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