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St. Annen Noch nicht abgeschrieben

Fiat, Skoda und auch zwei Werkstätten sind inzwischen genau wie die Schaumburger Brauerei von St. Annen verschwunden. Die städtische Wirtschaftsförderung sieht aber Potenzial an der Einfallstraße zur Innenstadt.

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Eine Kommunikationsagentur hat Platz in der Brauerei-Villa gefunden, auch für andere Objekte an St. Annen gibt es Interessenten.

Quelle: RG

„Es ist ein Quartier im Umbruch. Zukünftig wird hier das Wohnen stärker Platz greifen, das wird eine städtebauliche Aufwertung bringen“, prognostiziert der Wirtschaftsförderer Lars Masurek. Es gebe aber auch gewerbliche Entwicklungen, so beispielsweise die neue Kommunikationsagentur in der ehemaligen Brauereivilla oder das Vorhaben des Nahversorgers NP. Ein Neubau des Discounters auf einem anderen St.-Annen-Grundstück soll doppelt so groß werden wie die bisherige Filiale.

„St. Annen ist aber kein klassischer, reiner Gewerbestandort, die Nutzungen sind gemischt“, so Masurek. „Leerstand ist nicht gleich Leerstand. Manche Räume sind schwer oder gar nicht vermittelbar.“ Oft sei dies auf das Umfeld oder den Zustand des Objektes zurückzuführen. Für den sehr präsenten Leerstand Nummer 38 – das ehemalige Lada-Gelände – gebe es grundsätzlich immer wieder Interessenten beim Vermarkter. Auch seitens der Stadt habe Masurek zuletzt vor etwa vier Monaten mit einem gewerblichen Projektentwickler über das Objekt gesprochen.

Zudem gebe es nach Einschätzung des Wirtschaftsförderers auch jetzt schon einen guten etablierten gewerblichen Besatz mit Betrieben wie Auto Meyer, dem 3b-Dentallabor oder Autoteile Schulzik. Letztgenannter blickt dagegen mit wenig Optimismus auf das wirtschaftliche Potenzial des Quartiers, will der Stadt aber keinen Vorwurf wegen dessen Entwicklung machen. „Schaumburg ist generell abgehängt. Hätten wir noch mehr Industrie, wären auch unsere Umsätze besser“, meint Bernd Schulzik, der an dieser Stelle bereits seit 25 Jahren angesiedelt ist.

Autohändler Maik Meyer ist dagegen mit seiner Eckposition zwischen St. Annen und Jahnstraße sehr zufrieden, wartet aber seit zwei Jahren darauf, seine Viertel-Ausfahrt zur Jahnstraße zurückzubekommen, um seine Kundschaft auch während des dicht gedrängten Feierabendverkehrs vom Gelände leiten zu können. „Obwohl wir im Mai 2015 einen Prozess gegen das Straßenbauamt Hameln gewonnen haben, hat sich seitdem nichts mehr getan“, ärgert sich der Geschäftsführer. Auch die Wirtschaftsförderung sei mit dem Problem befasst. Nach Meyers Einschätzung werden die länger leer stehenden Immobilien an der Straße teilweise zu teuer angeboten.

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