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Nun doch eine Markthalle?

Neues Konzept für den Gerberhof Nun doch eine Markthalle?

Als sich Bürgermeister Oliver Theiß mit der Idee einer Markthalle für Stadthagen vorwagte, erntete er dafür viel Ablehnung aus der Politik. Nun will Michaela Strebost mit dem Konzept „Market Store“ in den seit Ende 2016 leeren Geschäftsräumen im Gerberhof den Gedanken wiederbeleben.

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Stadthagen. Ein „frischer junger Mix“ aus Bauernmarkt, Wohnaccessoires und vielen kleinen Annehmlichkeiten ist ihre Vision. Mit einer Einkaufsmöglichkeit mit „Eventcharakter“ und persönlicher Note will die Eigentümerin an der Breslauer Straße einen neuen Impuls für die Innenstadt setzen. Als Einrichtungsberaterin hält sie mit den Exponaten in ihrem abgetrennten „Showroom“ aktuell noch allein die Stellung auf der 680 Quadratmeter großen Verkaufsfläche. Anbieter aus verschiedenen Branchen sollen die Halle und ihre Idee mit Leben füllen. „Die Kunden sollen nicht nur herkommen, um ihre Kartoffeln zu kaufen, sondern vielleicht dazu noch einen Wein, ein Buch oder einen Blumenstrauß für eine Einladung am Abend finden“, so Strebost. Zwar schwebt ihr dabei das Vorbild der Markthalle Hannover vor, in direkte Konkurrenz zum auch von ihr geschätzten heimischen Wochenmarkt wolle die Stadthägerin aber nicht treten. Das besondere Einkaufserlebnis mit raffinierten Produkten, das die Kunden eventuell noch mit einem Kaffee abrunden können, stehe für sie im Vordergrund.

Zurück zum persönlichen Kontakt

Die Verkaufsstände sollen betreibergeführt und selbstständig sein. „Somit gibt es einen anderen Umgang mit dem Kunden. Ich will zurück zum persönlichen Kontakt“, sagt Strebost. In der Kombination mit dem verfeinertem Warenangebot liege der besondere Mehrwert. Den historischen Fabrikcharakter des Standorts will die Unternehmerin wieder bewusst hervorheben und nicht cachieren.

Was die Nachfrage angeht, zeigt sie sich optimistisch, behält sich aber Filialisten, Praxis- oder Büroräume als Alternativen vor. „Stadthagen hat Potenzial, die Menschen müssen sich nur wieder mehr trauen und etwas für die Stadt unternehmen.“ Wirtschaftsförderer Lars Masurek hält das Vorhaben für realistisch und sieht „keine größere Konkurrenz zum Wochenmarkt, als sie von jedem Nahversorger ausgeht. In größeren Städten funktionieren solche Konzepte, und ich glaube, dass in Schaumburg hierfür nur die Kreisstadt mit ihrer hohen Einzelhandelszentralität in Frage kommen würde“, schätzt Masurek. geb

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