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Nur kleine Schritte im Radwegebau

Stadthagen / Marktplatz Nur kleine Schritte im Radwegebau

Aufgrund der Finanzknappheit in der Stadtkasse wird der Ausbau des Radwegenetzes in Stadthagen im laufenden Jahr nach Auskunft von Bauamtsleiter Gerd Hegemann nur noch in kleinen Schritten vorangehen.

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Quelle: dpa

Stadthagen (ssr). Vom Bauamt eigentlich vorgesehen für das zweite Halbjahr 2011 war laut Hegemann die Anlage eines Rad- und Fußweges an der Enzer Straße von der Hütten- bis zur Breslauer Straße. Dafür sollten 140 000 Euro aufgewendet werden. Dieses Projekt „fällt aber schlicht und einfach der Enge im Etat zum Opfer“, sagte Hegemann auf Anfrage. Er ziele nun auf Umsetzung im Jahr 2012, benötige dazu aber die Zustimmung des Rates. „Wir können solche Vorhaben nicht ewig schieben“, warnte Hegemann.

Bis zum Jahresende stehen insofern nur noch kleinere Radwege-Projekte an, die aber aus Sicht Hegemanns gleichwohl sehr effektiv sein können. So werde es um die Verbesserung der Sicherheit an der Einmündung der Lauenhäger- in die Vornhäger Straße gehen. Dort hatte es vor einiger Zeit einen schweren Unfall einer Radfahrerin mit einem abbiegenden Lastwagen gegeben. Schon bald werde dort die Ampel anders geschaltet. Sie werde Fußgängern und Radfahrern beim Signal „Grün“ einen zeitlichen Vorlauf vor dem Autoverkehr einräumen. „Wünschenswert“ wäre laut Hegemann der rasche Bau eines „angemessen breiten Rad- und Fußweges“ in diesem Bereich.

Doch das werde mutmaßlich aus Gründen der notwendigen Abstimmung mit Landesbehörden sowie aus finanziellen Gründen kaum möglich sein. Daher werde die Stadt in eigener Regie auf der Fahrbahn einen Raum für die Radfahrer gut sichtbar abkleben, „um den Abstand zwischen Autoverkehr und Radfahrern zu vergrößern“, erläuterte Hegemann. Eine derartige Regelung habe sich andernorts gut bewährt.

Ein weiteres Radprojekt für dieses Jahr ist laut Hegemann die Einrichtung von Fahrrad-Abstellplätzen auf dem Marktplatz. Das soll nach Plänen des Bauamtes, wofür dieses die Unterstützung des Bauausschusses des Rates benötige, rund um die Ahornbäume passieren. Die Abstellgelegenheiten würden in die Baumscheiben integriert, beim Abstellen müsse das Fahrrad nur leicht angehoben werden. Diese Abstellmöglichkeit erfordere praktisch keinen zusätzlichen Platz auf dem Markt, zudem biete das Arrangement einen Schutz für die Bäume. Auf diese Weise könnten auf dem Marktplatz 36 Abstellmöglichkeiten entstehen, was von einigen Interessengruppen seit Längerem stark gefordert werde.

Für das kommende Jahr 2012 werden laut Hegemann die Wirtschaftswege rings um Stadthagen auch mit Blick auf deren Nutzung als ausgewiesene Radwege in den Blick genommen. Aller Voraussicht nach würden für notwendige Umbauten Zuschüsse aus EU-Programmen zur Verfügung stehen. Es müsse eruiert werden, wie sich die Interessen des landwirtschaftlichen Verkehrs mit denen der Nutzung durch Radfahrer vereinbaren lassen, so Hegemann.

Der Bauamtsleiter räumte ein, dass der größte Bedarf am Ausbau des Radwegenetzes an der Straße St. Annen bestehe. Doch hier erwiesen sich das Zuständigkeitsgerangel mit dem Land und die fehlenden finanziellen Mittel leider als Dauerbrenner.

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