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Nur selten der dunkle Mann im Schatten

Stadthagen / Überfall Nur selten der dunkle Mann im Schatten

 Es ist dunkel, der Weg nicht ganz zu erkennen. Gedankenverloren schlendert die junge Frau über eine abgelegene Straße. Plötzlich bewegt sich ein Schatten. Erst langsam, dann immer schneller kommt er auf die Frau zu. Sie erkennt einen Mann, versucht noch zu fliehen, aber zu spät, der Angreifer packt zu.

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Ein dunkler Weg kann beängstigend wirken.

Quelle: js

Stadthagen. Von Jan Schaumburg

 Es ist wohl eine der größten Horrorvorstellungen vieler Frauen. Gerade die lichtschwachen Tage im Herbst und Winter scheinen prädestiniert für derartige Übergriffe. Aber: „Der Fall des Auflauerns eines Fremden ist aber die absolute Ausnahme“, weiß Axel Bergmann, Sprecher der Polizei Stadthagen. Die fünf im vergangenen Jahr bekannt gewordenen Fälle sexuellen Übergriffs hätten sich ausschließlich im „sozialen Nahraum“ der Opfer abgespielt.

 Unabhängig davon, ob der Täter die Leidtragende kennt: „Egal ob treten, schlagen oder beißen. Heftige Gegenwehr ist besser, als nichts zu tun“, rät der Polizeisprecher. Die Angriffe sollten sich dabei auf das Gesicht oder die Genitalien richten (siehe Kasten). Außerdem solle man so laut schreien, wie man kann.

 Krach zu machen ist auch bei „kleineren“ Vergehen ein probates Mittel. Die Polizei Stadthagen zählte in ihrem Zuständigkeitsbereich im Jahr 2013 139 Fälle, bei denen erwachsene Frauen verletzt, bedrängt, genötigt, bestohlen oder in ihrer persönlichen Freiheit beeinträchtigt worden sind.

 Bei einem räuberischen Überfall sei es in der Regel zu empfehlen, die Beute, meist die Handtasche, freizugeben. Da die Täter meist junge Männer wären, sei „das Kräfteverhältnis zwischen Opfer und Täter meist klar verteilt.“ Gerade ältere Frauen sollten sich zurückhalten. „Die Gefahr einer Verletzung durch einen Sturz oder den Täter ist es nicht wert, die Handtasche mit allen Mitteln zu verteidigen“, meint Bergmann.

 2011 habe es einen Dieb gegeben, der vier Handtaschen erbeutete, bevor die Polizei ihn endlich ermitteln konnte. Hier rät Bergmann zu präventiven Maßnahmen: „Ältere Menschen sollten vielleicht nicht jeden Weg, zum Beispiel den zur Bank, allein gehen.“ Außerdem sei es ratsam, in die Handtasche immer nur das Nötigste einzupacken.

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