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Oberpfarre der St.-Martini-Gemeinde wird saniert

Oberprediger Martin Runnebaum zieht im Juli ein Oberpfarre der St.-Martini-Gemeinde wird saniert

Zwischen Maurermörtel in diversen Räumen und Wachstischdecke im provisorischen Besprechungszimmer: Martin Runnebaum, neuer Oberprediger der St.-Martini-Gemeinde, lebt trotz voller Amtsausführung noch nicht vollständig in Stadthagen. Grund: Die Oberpfarre, neues Zuhause für ihn und seine Familie, wird komplett saniert.

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Noch regieren die Farbtöpfe: Martin Runnebaum im Amtszimmer.

Quelle: sk

Stadthagen. Das alte und künftige Amtszimmer ist weiß gestrichen, nur die dunklen historischen Holztüren und Rahmen stechen vom frischen Weiß ab. Die alten Heizkörperbuchten sind zugemauert, neue Heizkörper installiert. Wo Runnebaum seinen Schreibtisch aufstellen will, weiß er noch nicht genau. Momentan ist alles kahl, ebenso die Privaträume, zu denen er vom Amtszimmer aus gelangt. Dass zu seiner Einführung im Februar die Sanierung noch nicht abgeschlossen war, sei kein Versäumnis. Man habe ihm und seiner Familie Mitspracherecht eingeräumt. Das findet Runnebaum gut. Die Oberpfarre stammt aus dem Jahr 1964. Der personelle Wechsel im Amt des Oberpredigers wurde jetzt genutzt, um das Haus energetisch auf den neuesten Stand zu bringen.

 Erst im Juli wird Martin Runnebaum mit Ehefrau Manuela, Tochter Johanna (15) und Hund Pelle in die großzügige etwa 200 Quadratmeter große Dienstwohnung einziehen. Der Umzug bedeute „volles Programm“. Vom Amtszimmer bis zur Küche möblieren Runnebaums alles selbst.

 26 Jahre hat die Familie in Gyhum gelebt, einer Gemeinde an der A1 zwischen Bremen und Hamburg. Im Gyhumer Pfarrhaus kann die Familie bis zum Umzug weiterhin wohnen und Runnebaum von seiner alten Wirkstätte und den Menschen dort peu à peu Abschied nehmen, was der Pastor als wohltuend empfindet. Karfreitag hatte er im Chor in Gyhum gesungen (Stimmlage: Bass), Ostersonntag den Gottesdienst in Stadthagen gehalten. Die Predigten schreibt er noch in Gyhum, die meiste Zeit, oft sechs Tage in der Woche, lebt und arbeitet Runnebaum aber in seiner neuen Gemeinde. Ein Zimmer, Küche und Bad stehen zur Verfügung. In puncto Ernährung sei er über die Erfindung von Konserven froh, vor allem darüber, „dass Tietz gleich in der Nähe ist.“

 In der Gemeinde und deren Umgebung freut sich Runnebaum über viele offene Begegnungen. Die Menschen legen keine Beobachtungshaltung an den Tag, bringen ihm kein Misstrauen entgegen. Runnebaum: „Das motiviert mich sehr.“ Und Kritik könne er vertragen. Man habe ihm schon gesagt, dass er von der Kanzel zu schnell spreche. Er arbeite daran, seine Sprechweise der noch ungewohnten Akustik anzupassen. Die Kirche in Gyhum ist wesentlich kleiner.

 Als ein „Riesenpfund“ empfindet Runnebaum die Kirchenmusik. Dem Kantor ist er derzeit besonders dankbar. Christian Richter hat ihm ein Arbeitszimmer zur Verfügung gestellt. sk

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