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Obsternte gefährdet

Kälteeinbruch Obsternte gefährdet

Der Frühling hat sich rar gemacht. Im Garten blüht und gedeiht es zwar schon, aber nicht jede Pflanze ist für frostige Temperaturen gemacht. Die Pflanzenexperten vom Stadthäger Gartenbauverein  raten zur Vorsicht. Empfindliche Gewächse sollten bis zu den Eisheiligen am 15. Mai im Warmen bleiben.

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Nachtfrost ist gefährlich für kälteempfindliches Gewächs.

Quelle: dpa

STADTHAGEN. Der Frühling bringt nicht nur längere Tage und wärmere Temperaturen mit sich – auch in Gärten, auf Terrassen und Balkonen tut sich was. Kübelpflanzen verschönern die Aussicht, Blumen und Gemüse werden ausgesät. Doch was tun, wenn nach Ostern ein dicker Kälteeinbruch mit Nachtfrost droht?

 Nicht jede Pflanze reagiert gleich auf die Einflüsse von Wärme und Kälte. Zwiebeln und Möhren beispielsweise, die schon recht früh im Jahr ausgesät werden, sind robust und kommen mit Nachtfrost von -2 bis -3 Grad klar, sagt Dieter Kellermeier. Der ehemalige Vorsitzende des Gartenbauvereins Stadthagen hat selbst bereits Kübelpflanzen nach draußen in seinen Garten gestellt.

 „Für die muss ich mir jedoch was einfallen lassen, sie vertragen den Frost nicht“, so der Garten-Experte. Denn exotische Kübelpflanzen wie Oleander, Buchsbaum und Palme reagieren im Gegensatz zur Zwiebel empfindlich auf die Minusgrade: „Sie können in diesen Tagen leicht erfrieren und trocknen so aus“, warnt der Experte. Dann bringt auch Wässern nichts mehr, da die Flüssigkeit nicht durch den gefrorenen Boden dringt.

Folie gegen den Frost

 Kellermeiers Tipp: Empfindliche Pflanzen mit Vlies abdecken. Wer keine Folie zur Hand hat, kann die Blumenkübel auch umstellen. „Zum Beispiel an eine Stelle am Haus, an der der Frost nicht ankommt“, so Kellermeier.

 Faustregel für frostempfindliches Gewächs: nicht vor dem 15. Mai (Eisheilige) nach draußen stellen oder ins Beet setzen. „Diese Bauernregeln gibt es nicht umsonst“, sagt Jürgen Damke. Er ist neuer Vorsitzender des Gartenbauvereins. Für ihn ist es ein Unding, das Bau- und Gartencenter „jedes Jahr die Ersten sein wollen“ und frostempfindliches Gewächs wie Tomaten viel zu früh verkaufen. „Beim ersten Frost gehen einem die Pflanzen kaputt, das nimmt doch jedem Gartenfreund den Spaß“, so Damke.

 Kellermeiers Nachfolger hat selbst Apfel- und Birnenbäume im Garten und sagt: „Als Privatmann kann man die Knospen nicht vor Frost schützen.“ Das können Damke zufolge nur Betriebe arrangieren, die ihre Bäume nachts mit Wasser bestäuben lassen, „damit sich schützendes Eis rund um die Knospen bildet.“ Könne das nicht ermöglicht werden, so ist nach Worten von Kellermeier die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Blüten durch den Nachtfrost eingehen – und die Obsternte kleiner ausfällt. mak

Welche Blumen halten Frost aus?

Es gibt Pflanzenarten, die Gartenfreunde getrost zum Überwintern draußen lassen können. Dazu zählen unter anderem – wie der Name schon sagt – Eisblumen, Herbstastern, Heidekraut, Staudenlavendel, Krokusse, Ballonblumen, Bischofskraut, Chrysanthemen, Reseda, Flohkraut, Fuchsien, Königskerzen, Narzissen, Rote Lampionblumen, Schmetterlingsblumen, Seifenblumen und Wildrosen.

 Pflanzen, die erst nach den Eisheiligen nach draußen gestellt werden sollten, sind zum Beispiel: Dahlien, Begonien, Fisolen, Hibiskus, Bougainvillea, Oleander, Madagaskarpalme, Ficus Benjamini, aber auch Gemüse wie Tomaten, Gurken, Zucchini, Bohnen, Basilikum und diverse Kübelpflanzen (Margariten, Enzianbäumchen, Lantana). Auch Seerosen sollten im Keller überwintern. r

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