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Ins Schloss nur am Wochenende

Öffnung des Stadthäger Finanzamt-Sitzes für Touristen: Werktage sind ausgeschlossen Ins Schloss nur am Wochenende

Das Stadthäger Schloss wird wenn überhaupt nur am Wochenende für die Allgemeinheit geöffnet. Das haben erste Gespräche zwischen dem Verein Renaissance Stadthagen und dem Finanzamt ergeben.

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Das Finanzamt kann nach Angaben des Vorstehers keine Räume für Besichtigungen freigeben. 

Quelle: rg

Stadthagen. Stellvertretend für die beiden Institutionen haben sich der Vereinsvorsitzende Harald Weidenmüller und Finanzamts-Vorsteher Jörg Hopfe getroffen. Bei einer Begehung des Schlosses wurde Weidenmüller zufolge schnell klar: „Das Finanzamt braucht wirklich jeden Raum im Schloss für seine Arbeit.“

Schloss jetzt schon begehbar

Dass Touristen an Werktagen das Innere des historischen Gebäudes erkunden, sei damit ausgeschlossen. Allerdings habe Hopfe sich generell offen für die Idee gezeigt.
Der Finanzamts-Chef verweist derweil darauf, dass das Schloss durchaus auch jetzt schon betretbar ist  – nur eben mit ein bisschen Vorlauf oder im Rahmen einer organisierten Tour wie den Stadtrundgängen mit dem „Nachtwächter“. Hopfe: „Wir müssen hier einen Betrieb aufrecht erhalten und können nicht zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit öffnen.“
Dass das große Schloss tatsächlich in seiner Gänze vom Finanzamt genutzt wird, erklärt Hopfe mit dem Aufbau des Gebäudes: „Wir haben hier zwar viel Fläche, aber einige Räume liegen so verwinkelt, dass sie für nichts richtig nutzbar sind.“ Hopfe bestätigt: Am ehesten kommen wohl Besuchszeiten am Wochenende in Frage. Regeln ließen sie sich wie die Konzerte des Stadthäger Kulturvereins, dem für seine Veranstaltungen der Kaminsaal zur Verfügung steht. Sollten Hopfe und Verein sich einigen, sieht der Finanzamts-Chef sich in der Lage, in der Sache zu entscheiden. Ein womöglich zeitaufwendiger Briefverkehr mit dem niedersächsischen Finanzministerium würde dann entfallen.

Öffnung im Jahr 2022?

Harald Weidenmüller will die Ergebnisse des Gesprächs mit Hopfe jetzt dem Vorstand des Renaissancevereins unterbreiten. Dann, so ist es abgemacht, kontaktiert er erneut den Finanzamts-Vorsteher. Bei der Jahresversammlung hatte Bürgermeister Oliver Theiß als mögliches Jahr der Öffnung 2022 genannt, wenn die Stadt Stadthagen ihr 800-jähriges Bestehen feiert.
Schon zwei Mal hat es in den vergangenen 15 Jahren aus Reihen des Renaissance-Vereins Versuche gegeben, das Schloss für Touristen zu öffnen. Der ehemalige Vorsitzende Udo Jobst sagte bei der jüngsten Jahresversammlung des Vereins: „Es ist doch witzlos, mit Touristengruppen nur um das Schloss herum zu laufen.“
Mutmaßlich könnte Stadthagen nicht nur kulturell, sondern auch wirtschaftlich von der Öffnung profitieren. Wie Jobst bei der Sitzung sagte, seien ihm Busreisen bekannt, die einen Bogen um die Kreisstadt machen, weil die große Attraktion Schloss ohnehin nur von außen zu bewundern ist. 

jcp

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