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Stadthagen Stadt Ohne Worte
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00:20 15.03.2015
Leyla Kilinc übt sich in Gebärdensprache.  Quelle: sk
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Stadthagen

Eingeladen in die Fachschule Heilerziehungspflege und Heilpädagogik hat die Paritätische Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland GmbH.

Teekanne? Nein. Teenieschwarm ist das richtige Wort, zugegeben nicht ganz einfach mit dem „sch“ mittendrin und englischen Silben vorweg. 18 hiesige Schüler samt Gästen aus Österreich und Italien, haben am Dienstag in einem Workshop versucht, sich in Deutscher Gebärdensprache zu artikulieren, unter Anleitung von Dozentin Claudia Kraupner. Sorgenfalte, Windkraft, Elfenbein, nein: Elefant – das Buchstabieren mit den Händen gerät manchmal zum Ratespiel. Man muss genau hinsehen, um zu verstehen.

Die 24-jährige Silvia Bickel hat ein relativ einfaches Wort erwischt: Supermarkt. Die angehende Sozialbetreuerin hat der heimischen Bergwelt für eine Woche den Rücken gekehrt, ist aus Vorarlberg nach Stadthagen angereist und wie alle anderen auswärtigen Projektteilnehmer in Gastfamilien untergekommen. Vier Stadthäger Schüler haben sich hingegen im Rahmen des Projektes aufgemacht in eine Schule in Bozen.

In Stadthagen steht außer der Gebärdensprache Musik als Mittel zur wortfreien Verständigung auf dem Programm. Kirstin Schaper von der Musikschule Mensching verschafft den Workshopteilnehmern Erfahrung mit der Klangschale. Direkt auf den Körper gesetzt und mit einem Klöppel angeschlagen breiten sich über die Schale beruhigenden Schwingungen im Körper aus.

Berührungen spielen außerdem in der tiergestützen Pädagogik eine Rolle. Zwar kommt in einem entsprechenden Workshop nicht wie geplant ein Lama zum Zuge. Der Kontakt zu Meerschweinchen und einem Hund soll jedoch verdeutlichen, wie der Umgang mit Tieren Menschen mit Behinderungen emotional stabilisieren und die Lebensfreude fördern können. sk

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