Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Optiker Hilgenfeld feiert Geschäftsjubiläum

150 Jahre mit Durchblick Optiker Hilgenfeld feiert Geschäftsjubiläum

Solange wie der Optiker Hilgenfeld existiert sicher kein anderes Geschäft in der Innenstadt: Bis auf das Jahr 1866 geht die Handwerkstradition des Familienbetriebs an der Obernstraße zurück. Anton Friedrich Ehlerding etablierte sich vor 150 Jahren als Uhrmacher und setzte sein filigranes Geschick bald auch auf anderen Feldern ein.

Voriger Artikel
Wirtschaftsförderer weist Kritik zurück
Nächster Artikel
Justiz bekommt Nachwuchs

Bürgermeister Oliver Theiß (Mitte) gratuliert Icla Foraita und Klaus Hilgenfeld zum Firmen-Jubiläum.

Quelle: geb

Stadthagen. In dem 1876 für 13.200 Reichsmark von Ehlerding erworbenen Haus befand sich davor eine Goldschmiede. 1906 übernahm Friedrich Hilgenfeld das Geschäft von seinem späteren Schwiegervater. Die ersten optischen Augengläser halten Einzug in das Sortiment und der Kundenkreis erweitert sich. 1933 übernimmt Friedrich Hilgenfeld Junior das Ruder.

Wirtschaftlich wieder bei null angefangen

„Das Haus hat den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden, wirtschaftlich haben wir aber bei null angefangen“, erinnert sich Nachfahre Klaus Hilgenfeld. Sein Vater fing 1949 mit der Umgestaltung der veralteten Geschäftsräume an. Der rechte Teil des Erdgeschosses wird zur Optikabteilung umgebaut, ein Jahr später schließt sich die neue Optikerwerkstatt an. Auf der Linken entsteht ein Verkaufsraum mit Schaufenster. 1955 folgt der Anbau für Uhrmacherwerkstatt mit Büro, 1958 die Passage im Eingang.

Ein Akustikraum kommt Anfang der sechziger Jahre hinzu. „Die Hersteller der Hörgeräte haben sich damals an die Optiker gewandt, um im Einzelhandel Fuß zu fassen“, so Hilgenfeld. „Die ersten Geräte waren noch richtige Dampfhammer“, erinnert er sich. Seit 1968 ist er Meister des Optikerhandwerks, seit 1975 der Hörgeräteakustik. „Insgesamt haben wir unsere Räumlichkeiten in den vergangenen Jahrzehnten über fünf Mal modernisiert“, resümiert der Eigentümer. 2004 bekommt die Hörgeräteakustik schließlich ihren eigenen Bereich, heute unter der Ägide von Tochter Ilca Foraita, die sich auf dem Feld spezialisierte.

Technischem Fortschritt gerecht werden

 Die Hilgenfelds bemühten sich über die Jahrzehnte, dem technischen Fortschritt und den gestiegenen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. „Das Geschäft ist beratungsintensiver geworden“, findet Birgit Hilgenfeld. Gerade bei der Hörakustik erwarten die Kunden mehr Hilfestellung, wie sie ihr Gerät optimal in Gesprächssituationen einsetzen können. „Durch den rasanten Fortschritt der Digitalisierung ist ein Hörgerät nach einem Jahr schon veraltet“, ergänzt Klaus Hilgenfeld.

 Mit der Optik verhält es sich ähnlich. „Seit 2005 verfolgen wir die Entwicklung der hochauflösenden Gläser“, erklärt Ingo Zander-Koller. Der neueste Trend ist das Prevencia-Glas „Es reduziert das blaue Licht, das LED-Displays emitieren und ist damit Ideal für Smartphone-Nutzer“, so der Optiker.

 Der Trend zum bequemen Internet-Einkauf schreckt den Fachmann dagegen nicht: „Die spezialisierte Beratung können Online-Händler gar nicht leisten. Wir berechnen für jeden Brillenträger den individuellen ‚Eye-Code‘ mit Unterstützung von Hochleistungsrechnern in Braunschweig und bekommen die speziell angefertigten Gläser aus Hanau geliefert.“ geb

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg