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PLSW errichtet für vier Millionen Euro Wohngebäude

WGs für Schwerstbehinderte PLSW errichtet für vier Millionen Euro Wohngebäude

Die nächste große Investition steht an: Erneut plant die Paritätische Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland (PLSW) in Stadthagen die Errichtung eines neuen Gebäudes. Für rund vier Millionen Euro soll am PLSW-Standort an der Enzer Straße 52 ein Wohnhaus vor allem für schwerst-mehrfachbehinderte Menschen entstehen.

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An Stelle dieses Gebäudes an der Enzer Straße wird die PLSW das Wohnhaus für schwerst-behinderte Menschen errichten.

Quelle: rg

Stadthagen. . Bei diesem Vorhaben handelt es sich nach den Worten von PLSW-Geschäftsführer Bernd Hermeling „in unserer Region um ein Pilotprojekt“. Denn es gehe um eine Alternative zu konventionellen Pflegeheimen. Die Klienten, bei denen eine geistige Behinderung und die Pflegestufe 3 vorliegen, sollen nicht in Einzelzimmern untergebracht werden, sondern in Wohngemeinschaften zusammenleben.

Betreut werden sie dort rund um die Uhr von einer Reihe unterschiedlicher ambulanter Dienste. Bei diesem Modell sprechen Fachleute nach den Worten des PLSW-Chefs deshalb nicht von einer stationären Einrichtung, sondern vom „ambulanten Wohnen“.

Die unterstützenden Dienstleistungen werden laut Hermeling zum Teil von der PLSW selber, teilweise aber auch von Kooperationspartnern gestellt. Das reicht vom Pflegedienst und von der Nachtbereitschaft über die hauswirtschaftliche Unterstützung bis hin zur tagesbegleitenden Betreuung, bei der den Klienten leichte Beschäftigungsangebote gemacht werden.

„Das Zusammenspiel aller spezialisierten Kräfte mit ihren jeweils eigenen Stärkenoptimal zu koordinieren, wird unsere Aufgabe sein“, betont der PLSW-Chef. Gelinge das, „kann unser Modell die bessere Alternative zum Pflegeheim sein – jedenfalls ist das unser Anspruch und Ziel“.

Der PLSW-Chef hob hervor, dass die Einrichtung mit dem Projekt „einem dringenden Wunsch von Eltern der Betroffenen“ nachkomme. Das zweigeschossige Gebäude wird nach Darstellung Hermelings über 1500 Quadratmeter Wohnfläche verfügen. Im Erdgeschoss ist Platz für zwei WGs mit je acht schwerst Mehrfachbehinderten vorgesehen.

Das Obergeschoss soll Räume für zwei Vierer-WGs für Menschen mit leichteren Behinderungen sowie acht Einzelappartements bieten. Letztere können im Sinne der Inklusion von Behinderten als auch von Menschen ohne Beeinträchtigungen bezogen werden, wie der PLSW-Geschäftsführer erläutert: „Wir werden sehen, wie sich die Nachfrage entwickelt.“

Um Platz für den Neubau zu schaffen, wird auf dem PLSW-Gelände an der Enzer Straße jenes Gebäude abgerissen, in dem früher das ESTA-Bildungswerk beheimatet war. Wie Hermeling mitteilte, wird Anfang des Jahres der Bauantrag gestellt. Mit dem Baugebinn sei im Frühjahr 2015 zu rechnen. Die Fertigstellung ist für Ende 2016 geplant. ssr

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