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Parkplätze für Menschen mit eingeschränkter Mobilität

Mehr Raum und kürzere Wege Parkplätze für Menschen mit eingeschränkter Mobilität

Bauhofmitarbeiter Andreas Wöbbeking hat die Wasserwaage an das Schild angelegt: Alles gerade, alles passt. Die Stadt Stadthagen hat gestern auf dem Hundemarkt fünf nebenbeinanderliegende Parkplätze als Parkraum für Menschen ausgewiesen, die zum Ein- und Aussteigen viel Platz benötigen und aufgrund besonderer Belastungen über kurze Wege in die Innenstadt froh sind.

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Freuen sich über die neu ausgewiesenen Parkplätze: Die Gleichstellungsbeauftragte Günez Tezcan (von links), Matthias Gläser, Christina Wagener, Sonja Rödenbeck, die Bauhofmitarbeiter Andreas Wöbbeking und Dennis Akyol sowie Sebastian Hagedorn.

Quelle: sk

Stadthagen. Das blaue Schild mit schwarz-weißen Symbolen darunter ist eine Empfehlung, eine Bitte an die Verkehrsteilnehmer: Der bezeichnete Parkraum soll, wenn andere Parkplätze in der Nähe zur Verfügung stehen, frei gehalten werden – etwa für Eltern, die ein Kleinkind aus dem Auto holen und dafür die Autotür vollständig öffnen müssen. Auch für Gehbehinderte sind die Parkplätze gedacht. Nicht zu verwechseln mit speziell gekennzeichneten Parkplätzen, die ausschließlich für Menschen mit Schwerbehindertenausweis vorgesehen sind.

 Einen solchen besitzt Christina Wagener nicht. Gleichwohl ist die Stadthägerin auf einen Rollator angewiesen und benötigt mehr Platz beim Ein- und Aussteigen. Wagener hatte ein ähnliches Schild, wie es jetzt auf dem Hundemarkt steht, bei einem Besuch in Bad Schwartau gesehen und die Idee in eine Sitzung des Behindertenbeirats der Stadt Stadthagen getragen. Zugegen war als Mitarbeiter der Stadtverwaltung Sebastian Hagedorn, der sich zeitnah mit Kollegen der Sache annahm. Sebastian Hagedorn: „Wir haben die Köpfe zusammengesteckt und eine eigene Lösung erarbeitet.“ Ein Unternehmen gestaltete Designs für die Schildsymbole – eine stilisierte Person mit Rollator sowie einen Kinderwagen – und die Stadt legte den Ort für die Parkplätze fest. Die südöstlichste Parkreihe auf dem Hundemarkt schien geeignet. Hier sei der kürzeste Weg zum Parkscheinautomaten, in die Innenstadt und zu einem Gehweg, erklärte Hagedorn.

 Zwar weisen die fünf Parkplätze bislang jeweils die gleiche Breite (2,60 Meter) auf wie die übrigen Parkplätze auf dem Hundemarkt. Wenn sich allerdings herausstellt, dass die Parkplätze gut angenommen werden von besagter Zielgruppe, dann sollen laut Hagedorn aus den fünf schmaleren vier breitere Parkplätze gestaltet werden. Zum Ausgleich für den „abgezwackten“ Parkraum für die Allgemeinheit seien am westlichen Hundemarkt hinter dem „Dudelsack“ drei ehemalige Taxen-Plätze in Parkplätze umdeklariert worden, ergänzte Hagedorn. Matthias Gläser, Vorsitzender des Behindertenbeirates, freute sich, dass die Lobbyarbeit des Beirates, die seit etlichen Jahren läuft, unter anderem mit der Einrichtung der besonderen Parkplätze Früchte trage. sk

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