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Pendler beklagen katastrophale Zustände

Auf Bahnstrecke Wunstorf-Stadthagen Pendler beklagen katastrophale Zustände

Regelmäßige Verspätungen, defekte Aufzüge, kaputte Türen und Toiletten: Pendler beklagen die katastrophalen Zustände auf der Bahnstrecke Wunstorf-Stadthagen. „Die reibungslose Betriebsabwicklung ist ein komplexes Geschäft“, entschuldigt sich die Deutsche Bahn.

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Stadthagen (ber). Albert Schott, der aus beruflichen Gründen täglich mit dem Zug von Wunstorf nach Stadthagen pendelt, hat in einem persönlichen „Verspätungstagebuch“ die Fehlzeiten im vergangenen Monat festgehalten. Das Ergebnis laut Schott: Nur 20 Prozent der von ihm genutzten Züge waren pünktlich. „Mir sind in den vier Wochen sechs Arbeitsstunden verloren gegangen.“
Schott fordert Konsequenzen: „Es kann und darf nicht sein, dass ein ICE in Stuttgart fünf Minuten Verspätung erwirtschaftet und quer durch die Republik die Pendler eine halbe Stunde später zur Arbeit oder nach Hause kommen“, führt Schott die häufig von der Bahn verwendete Begründung „Verzögerung im Betriebsablauf/Überholung durch einen verspäteten Fernzug“ auf.
Auch die Bahn verweist auf Anfrage der SN darauf, dass angesichts von 40 000 Zügen, die täglich auf dem Streckennetz der Deutschen Bahn unterwegs seien, Störungen auf einzelnen Strecken sich wie ein „Dominoeffekt“ auf das gesamte Netz übertragen würden.
Dass der Schienen-Nahverkehr „eine einzige Zumutung“ sei, liegt nach Ansicht von Schott aber nicht nur an den Verspätungen. Hinzu komme, dass die Fehlzeiten über die Lautsprecher beschönigt angekündigt und dann im Fünf-Minuten-Takt gesteigert würden. Fahrgäste müssten reihenweise den Bahnsteig wechseln – insbesondere für Gehbehinderte und Eltern mit Kinderwagen eine Zumutung, findet Schott.
Erschwerend hinzu komme, dass in Stadthagen die Aufzüge zum Teile wochenlang defekt seien. Dies gelte auch für die Toiletten und Türen in den Zügen. Zum kaputten Aufzug schreibt die Bahn: „Wir bedauern dies sehr. Leider ist der Notruf außer Betrieb. Ohne diesen darf der Aufzug nicht betrieben werden. Wir arbeiten gemeinsam mit der Telekommunikationsgesellschaft an der Reparatur.“ Die Zugtoiletten würden dagegen immer wieder mutwillig verstopft. Die Mitarbeiter würden sich ebenso wie bei defekten Türen schnellstmöglich um die Reparatur kümmern. Negativ-Höhepunkt war am Wochenende der von Hannover-96-“Fans“ verwüstete Regionalexpress.
Die Bahn hat angesichts des zu erwartenden Milliardenminus eine Service-Offensive angekündigt. Es wird sich zeigen, ob davon auch die Pendler aus Stadthagen profitieren.

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