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Perspektiven für die Einkaufsstadt

Stadthagen / 25 Jahre Marktpassage Perspektiven für die Einkaufsstadt

Dieser Tage feiert die Marktpassage ihr 25-jähriges Bestehen. Anlass für die SN, bei Parteien, Verwaltung und SMS nach mittelfristigen Perspektiven für die Einkaufsstadt Stadthagen zu fragen. Zudem werfen wir auf dieser Seite Streiflichter auf neuere Entwicklungen wie das Ärztehaus und das Krankenhaus-Areal.

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Um die Zukunft der Einkaufsstadt Stadthagen machen sich viele Beteiligte unterschiedliche Gedanken.

Quelle: rg

Stadthagen. Um den Einzelhandel zu fördern, muss nach Überzeugung der Ratsgruppe SPD/Grüne die innerstädtische Verkehrsführung verbessert werden. „Es gilt, Möglichkeiten auszuloten, die den Verkehrsfluss optimieren können“, schreibt Gruppensprecher Jan-Philipp Beck. Das Einzelhandelsangebot der Innenstadt solle nach Meinung von SPD und Grünen „nur gezielt ergänzt werden“, um so den Standort insgesamt weiter aufzuwerten.

 Wichtig sei auch eine weitere Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt, so Beck weiter. Hier seien Aktivitäten wie die des Garten- und des Verkehrsvereins zu begrüßen und vonnöten. Die Möglichkeit, die kulturhistorischen Gebäude „noch gezielter, auch in Zusammenarbeit mit anderen historischen Städten, zu vermarkten und damit weitere Kunden aus der gesamten Region nach Stadthagen zu locken“, schätzen SPD und Grüne als „vielversprechend“ ein.

 Auch aus Sicht der CDU-Fraktion muss die innerstädtische Verkehrsführung auf den Prüfstand gestellt werden. Neben der Erreichbarkeit von Handel und Gewerbe sollte auch der Verkehrsfluss durch Reduzierung überflüssiger Ampelkreuzungen verbessert werden. Die Verwaltung müsse „die Unterstützung der Immobilieneigentümer im Rahmen eines Leerstandsmanagements in der Innenstadt gewährleisten“, wie Fraktionschef Heiko Tadge formuliert. Entwicklungspotenzial sieht die CDU im Dienstleistungssektor, etwa durch Ansiedlung eines Ärzte- und Gesundheitszentrums. Der „schnellstmögliche Ausbau der B65“ und die Anbindung an den GVH-Tarif auf der Schiene seien unbedingt erforderlich.

 Hellmann fordert ein „City-Management“

 Grundsätzlich ist die CDU überzeugt: „Als Mittelzentrum kann Stadthagen seine Attraktivität im Handel nur halten, wenn auch das Gewerbe mit entsprechenden Arbeitsplätzen und Umsätzen seinen Beitrag für den hiesigen Wirtschaftsstandort leistet.“

 Ein „City Management“, bei dem Händler, Gebäudeeigentümer und Stadtverwaltung eng und kontinuierlich zusammenwirken, sieht Bürgermeister Bernd Hellmann als ein zentrales künftiges Instrument zur Beseitigung von Leerständen. Die bisherigen Kontakte müssten „stärker verwoben werden, und sie müssen verbindlichere Strukturen bekommen“. Denn diese „Missstände“ müssten so effektiv wie möglich beseitigt werden, um den Standort weiter aufzuwerten.

 Die Attraktivität der Innenstadt als Aufenthaltsort müsse weiter verbessert werden, so der Verwaltungschef. Dazu könnten Veränderungen zugunsten von Kunden bei den Parkplatzgebühren gehören. Dies könne die Stadt freilich nicht im Alleingang leisten. Durch die geplante Beteiligung am Projekt „Historische Städte“ sei das Anziehen zusätzlicher Kundenströme angestrebt. Der Ausbau medizinischer Dienstleistungen in der Innenstadt sei ein wichtiger Faktor zur weiteren Belebung des Standortes.

 An die Adresse des Landkreises gerichtet, forderte Hellmann, bei der Regionalplanung „die Position des Mittelzentrums zu stärken“ und mit Großansiedlungen auf der „Grünen Wiese“ zurückhaltend zu sein. Den hiesigen Einzelhändlern wiederum sei anzuraten, so Hellmann, „sich stärker dem Internet-Handel zu stellen“. ssr

„Einzelhandel ist stark“

„Der SMS sieht Stadthagen mit berechtigtem Optimismus“, sagte Holger Schulz, Vorsitzender des Stadtmarketings Stadthagen (SMS) auf Anfrage der Schaumburger Nachrichten. Die Konkurrenz der Händler in der Stadthäger Innenstadt, die Internethändler, stellen in seinen Augen keine Gefährdung des Handels in Stadthagen dar.
„Wenn wir weiterhin so starke Einzelhändler haben, die offen auf ihre Kunden zugehen und mit gutem Service punkten, werden sie trotz Internethandel in den nächsten Jahren weiter bestehen“, versicherte Schulz. Genau darin liegt nach Meinung von Schulz die Aufgabe der Einzelhändler in Zukunft: Anstatt selbst in den Internethandel einzusteigen, sollten die Händler sich vielmehr darauf konzentrieren, die Schwächen des Internethandels für sich zu nutzen und beispielsweise mit gutem Service für eine stetig wachsende Kundschaft aus Stadthagen und Umgebung zu sorgen. mak

Krankenhaus-Areal: Gute Lage für Wohnflächen

Was wird aus dem Krankenhaus-Areal, wenn das Gesamtklinikum in Vehlen fertig ist? Eigentümer und Stadtverwaltung arbeiten an einem Nachnutzungskonzept. Ideen gibt es bereits, Beschlüsse noch nicht, bestätigt Kreispressesprecher Klaus Heimann und schildert die Eckpunkte, an denen sich die Planungen orientieren:

  • Bereits bestehende medizinische Versorgungsangebote sollen erhalten und nach Möglichkeit ausgeweitet werden. Beispiele sind die Strahlentherapie-Praxis sowie die Dialyse-Einrichtung.
  • Intensive Überlegungen betreffen die Nutzung frei werdender Räume durch Einrichtungen des Landkreises. Das Gesundheitsamt habe Erweiterungsbedarf. Ein Umzug ins Krankenhaus sei „gut vorstellbar“.
  • Weitere Möglichkeiten bieten die Freiflächen. Diesbezüglich liefen bereits Interessenabstimmungen mit der Stadtverwaltung. Das Ausweisen von Wohnflächen für junge Familien sowie barrierefreie Wohnungen für Senioren seien denkbar. Die Lage in fußläufiger Entfernung zu Innenstadt und Kindergarten eigne sich dafür besonders gut. kil

SMS: Keine Gefahr durch Leerstände

Wenn es in Stadthagen zu einem Leerstand kommt, hält dieser Zustand nicht lange an – dieser Meinung ist Holger Schulz, Vorsitzender des Stadtmarketing Stadthagen (SMS). Dieser bezeichnete die aktuelle Lage als „mehr als positiv“.
„Wir sind in der glücklichen Lage, in den 1a-Gebieten von Stadthagen so gut wie keinen Leerstand verzeichnen zu können“, sagte Schulz. Nur in dem Teil der Obernstraße, der zu den 1a-Lagen zählt, gebe es aktuell einen Leerstand zu verzeichnen, der dank voranschreitender Baumaßnahmen bald Geschichte sein werde. Das in 1b- oder 2b-Lagen Leerstand entsteht, ist nach Aussage von Schulz nicht zu vermeiden: „In Städten dieser Größenordnung ist bisher nun mal immer mehr Verkaufsfläche geschaffen worden.“
Im Gegensatz zu Hameln stehe Stadthagen jedoch immer noch sehr gut da, wie Schulz mit einem Beispiel unterstreicht. In Hameln gab es seinen Angaben zufolge einen gravierenden Leerstand nach dem Bau der Stadtgalerie in Hameln. Komme es in Stadthagen zu einem Leerstand, finde sich in der Regel schnell ein Nachfolger. „Das liegt meines Erachtens auch an unserem vielfältigen Einzelmarken-Mix“, so Schulz. Als Beispiel verwies er auf das Kaufhaus Hagemeyer, das mittlerweile viele bekannte Modemarken in seinem Sortiment führe. mak

Drei Praxen unter einem Dach in der Innenstadt

Drei Arztpraxen bieten an der Obernstraße 54 geballte und gebündelte medizinische Versorgung an. Seit Ende des Jahres 2013 arbeiten die Ärzte im Medizinischen Versorgungszentrum (MZV) Stadthagen unter einem Dach zusammen.
Genau wie sein Bückeburger Pendant gehört das Stadthäger MZV zum Krankenhaus Bethel. Ein Grundgedanke des MZV ist es nämlich, die ambulante und die stationäre Versorgung der Patienten besser miteinander verzahnen zu können, bestätigt Claus Eppmann, Geschäftsführer der MVZ Stadthagen. Die Zusammenarbeit von Krankenhaus und Praxis soll gewährleisten, dass die Patienten ordentlich diagnostiziert und bei Bedarf schnell im Krankenhaus aufgenommen werden können.
Es ist aber nicht geplant, die Praxis in den nächsten Jahren auch direkt ins Krankenhaus zu verlegen. Das MVZ soll noch einige Jahre an der Obernstraße bleiben. Besonders, wenn das Gesamtklinikum in Vehlen startet und das Kreiskrankenhaus nicht mehr in Stadthagen ist, sei es wichtig, auch vor Ort gute Ärzte zu haben.
Nachdem die beiden Fachärzte für Gynäkologie und Geburtshilfe Dr. Margit Kühne und Dr. Michael Schnabel nach vielen Jahren nun in den Ruhestand gehen, konnte das MVZ mit Dr. Aysun Ay und Dr. Samir Khalifa kürzlich zwei neue und, wie Eppmann sagt, sehr kompetente Ärzte gewinnen. Ay hat zum 1. Oktober begonnen, Khalifa steigt zum 1. November ein. Beide bringen Expertise in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit. Die dritte Praxis belegt Karl-Heinz Beckert, Facharzt für Chirurgie. Die Ärzte sind nicht Mieter der Praxis, sondern beim MVZ angestellt. kil

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