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Pflege: Nur ganz wenige Azubis aus dem Ausland

Stadthagen / Seniorenheime Pflege: Nur ganz wenige Azubis aus dem Ausland

Vorläufig noch nicht auf Nachwuchs-Pflegekräfte aus dem Ausland zurückgreifen müssen die Seniorenheime in Stadthagen. Nur ganz vereinzelt arbeiten hier Fachkräfte oder Pflegehelfer mit Migrationshintergrund.

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Für Seniorenheime wird es zunehmend schwieriger, Nachwuchs zu finden. 

Quelle: np

Stadthagen. Bundesweit nehmen Altenpflege-Einrichtungen verstärkt Auszubildende etwa aus Spanien oder aus osteuropäischen Ländern an, um einem Pflegenotstand zu begegnen. Aktuellstes Beispiel: Niedersachsenweit machen derzeit 100 junge Vietnemesen eine Ausbildung zum Altenpfleger. Viele Ausbilder bezeichnen diese als hoch motiviert. In die Seniorenheime in Stadthagen ist keiner dieser Nachwuchskräfte aus Vietnam vermittelt worden.

„Bisher haben wir alle Ausbildungstellen mit jungen Leuten aus Deutschland, ganz überwiegend sogar aus unserer Region, besetzen können“, sagt Anette Ebeling, Leiterin des Kreisaltenzentrums. Einzige Ausnahme sei vor wenigen Jahren eine junge Frau aus dem Kosovo gewesen. „Uns liegen keine Bewerbungen von jungen Leuten mit Migrationshintergrund vor“, ergänzte Ebeling.

„Wir müssen unsere Ausbildungsplätze schon bewerben“, berichtete Ebeling, „damit wir genügend Nachwuchs finden.“ Gerne hätte die Leiterin „mehr Bewerber, damit ich mal auswählen könnte, aber das ist für uns derzeit eher ein Luxus.“

„Nur in vereinzelten Fällen“ gibt es an der Altenpflegeschule Dr. Blindow in Stadthagen Schüler aus dem Ausland, wie deren Bildungsberaterin Ursula Kandler berichtete. Es würden sich nur sehr wenige solche junge Leute melden.

Außerdem sei in den Seniorenheimen der Umgebung die Neigung, Nachwuchskräfte aus dem Ausland auszubilden, sehr gering ausgeprägt, erläuterte Kandler: „Es herrscht verbreitet die Befürchtung, dass die jungen Leute nach drei Jahren Ausbildung wieder in ihre Herkunftsländer zurückkehren.“ In diesem Fall würde sich die Investition in die Ausbildung für den Betrieb nicht lohnen. Zudem stehe man der Qualität der Deutschkenntnisse skeptisch gegenüber.

Insgesamt beurteilt Expertin Kandler die Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt für Pflegekräfte eher zurückhaltend. Es dürfe gerne mehr junge Leute mit diesem Ausbildungsziel geben. Die Agentur für Arbeit habe Probleme, geeignete Kandidaten für Umschulungen zum Altenpfleger zu finden.

Für das direkt benachbarte Seniorenheim Rosenhof teilte Kandler mit, auch dort gebe es nur vereinzelte Mitarbeiter mit ausländischem Hintergrund.

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