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Pflichtlektüre

Remarques Kriegsliteratur Pflichtlektüre

Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque beschäftigt derzeit die Schüler des elften Jahrgangs am Ratsgymnasium (RGS). Thomas Schneider, Leiter des Erich-Maria-Remarque Friedenszentrums in Osnabrück, hat den Schülern einen Einblick in die Entstehung dieser Kriegsliteratur gegeben.

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Thomas Schneider.

Quelle: mak

Stadthagen.   Deutschlehrer Horst Klösel konnte den Referenten kurzfristig für einen Vortrag gewinnen. „Remarque ist aktuell Pflichtlektüre“, sagte Klösel. Es sei mal etwas anderes für die Schüler, einem Uni-Dozenten zuzuhören. „Außerdem haben wir im Unterricht nicht die Zeit, mit den Jugendlichen in dieser Detailtreue über Remarque zu sprechen“, betonte der Pädagoge.

Ursprünglich sollte das berühmte Werk von Remarque kein Bericht seiner Kriegserlebnisse werden. Viel mehr sollte im Fokus stehen, wie die Soldaten zehn Jahre nach dem Krieg mit ihren Traumata zu kämpfen hatten. Wie es dank einer Marketingabteilung doch zu einem persönlichen Erlebnisbericht kam, erklärte Schneider den interessierten Schülern. Demnach bewarb sich Remarque bei zwei Verlagen.

Der Erste lehnte ihn ab, „der Ärger war im Nachhinein groß, eines der erfolgreichsten Stücke der Kriegsliteratur nicht verlegt zu haben.“
Der zweite Verlag kritisierte, dass „Im Westen nichts Neues“, nicht die Grundlagen der Kriegsliteratur erfüllte: Es handele sich um einen zu pazifistischen Roman, der sich nicht mit Remarques eigenen Erlebnissen beschäftige. Der Soldat änderte sein Werk daraufhin nach diesen Kriterien um. Und so ist aus dem Buch das geworden, was viele Schüler heute aus dem Deutschunterricht kennen.  mak

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