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Pistolen-Posse mit Knalleffekt

Stadthagen / Zustand der Schießanlage umstritten Pistolen-Posse mit Knalleffekt

Die Schießanlage im Schützenhaus sorgt weiterhin für Unstimmigkeiten zwischen der Polizei und den Mitgliedern des Schützenbundes Stadthagen. Auch zwei Wochen nach dem traditionellen Gästeschießen, als keine großkalibrigen Waffen zum Einsatz kommen durften, haben beide Parteien noch keinen Konsens gefunden.

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Schießsportleiter Heinz Milde ist von dem „mängellosen Zustand“ der Anlage überzeugt.

Quelle: par

Stadthagen (par). „Wir fühlen uns in keinster Weise in unserem Sport beeinträchtigt – wir machen ganz normal weiter“, erklärte Schießsportleiter Heinz Milde, der die Angelegenheit als einen „Witz“ betitelte. Der Hintergrund ist, dass im Vorfeld des Gästeschießens ein Gutachter des zentralen Polizeidienstes die Anlage unter die Lupe genommen hat und anschließend zu der Erkenntnis gelangte, dass Sicherheitsmängel bestünden. „Der Mann war der Ansicht, dass es Kugel-Abpraller geben könnte“, erklärte er schmunzelnd. Ein unabhängiger Sachverständiger des deutschen Schützenbundes gab indes grünes Licht und erkannte keine Mängel, die die Benutzung der Anlage in irgendeiner Weise einschränken würden. Beide Gutachten seien auf Grundlage identischer Kriterien erstellt worden. „Die Pistolen der Polizei und unsere sind vom Kaliber her zudem gleich“, stellte er klar.

Wolfgang Kanngießer, Leiter des Polizeikommissariats Stadthagen, bedauerte unterdessen, dass man den Teilnehmern des Gästeschießens nur eine abgespeckte Version der beliebten Veranstaltung anbieten konnte – schließlich mussten alle mit kleinkalibrigen Waffen vorlieb nehmen. „Ein Dilemma“, erklärte er, stellte aber sogleich klar, dass die Polizei hinter der Entscheidung des Sachverständigen stehe, der dem Schießstand erhebliche Mängel attestierte. „Wir vertrauen auf unseren Fachmann, der der Ansicht ist, dass die Anlage für große Kaliber nicht ausreichend gesichert ist“, sagte er. Er sprach sich für ein gemeinsames Treffen der beiden Sachverständigen aus, damit sich diese austauschen könnten.

Heinz Milde stellte indes klar, dass keine Umbauarbeiten geplant seien. „Uns wurde gesagt, dass wir 15 000 bis 20 000 Euro investieren müssten, um Mängel zu beheben, die es gar nicht gibt.“ Die Einnahmen, die vonseiten der Stadthäger Polizei jährlich in die Kassen des Schützenbundes fließen würden, belaufen sich nach Mildes Angaben auf rund 300 bis 400 Euro. „Wir werden nichts unternehmen“, erklärte er. Sowohl ihm als auch dem Vorsitzenden Werner Spenner war es wichtig, abschließend zu betonen, dass das Verhältnis zur Stadthäger Polizei nach wie vor gut sei.

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