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Stadthagen Stadt Pläne für zentrumsnahes Wohnen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Pläne für zentrumsnahes Wohnen
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00:32 16.04.2018
Auf dem Areal im Dreieck von Vornhäger Straße (oben) und Lauenhäger Straße (rechts) soll Wohnbebauung entstehen. Quelle: rg
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Stadthagen

„Ziel ist es, die Innenstadt zu beleben und Investitionen im Wohnungsbau anzuregen“, erklärt Bauamtsleiter Gerd Hegemann. Entlang einer neu anzulegenden Querstraße zwischen Lauenhäger und Probsthäger Straße sollen etwa zehn neue Wohngrundstücke auf der Nordseite entstehen und auf der Südseite weitere fünf. Zurzeit befindet sich dort überwiegend Gartenland.

 Die heruntergekommenen Gewerbehallen an der Vornhäger Straße (früher Ratio-Modemarkt) könnten Platz für fünf große Stadtvillen machen. Bäume sollen das Straßenbild auflockern. Lauenhäger und Vornhäger Straße würden Hegemanns Plänen zufolge in einem Kreisverkehr aufeinander treffen.

 „Dank der Fördermittel können Altlasten entsorgt, Flächen entsiegelt und die Grundstücke baureif gemacht werden“, hofft der Bauamtschef. Das Geld käme auch für die Sanierung bestehender Immobilien in Frage. „Wohngebäude betrachten wir generell als erhaltenswert, aber auch das Gewerbe würden wir unterstützen, wenn sich entsprechende Bauvorhaben in das Planungskonzept einfügen“, so Hegemann.

 Die Entwürfe lagen bis Ende April bei der Stadtverwaltung aus. Eigentümer und Behörden konnten Einwände geltend machen. Nachdem diese Frist abgelaufen ist, ist nun der Stadtrat gefragt. Die Politiker können in dieser Phase noch Änderungen am Plan vornehmen und die überarbeitete Fassung dann erneut auslegen.

 Bereits 2007 hatte sich Stadthagen für das Bundesprogramm zur Beseitigung städtebaulicher Mängel in den alten Bundesländern beworben.

 Auch aus Landesperspektive ist das Areal förderungswürdig: Nach dem Landesordnungsprogramm (LROP) von 2012 kommt Stadthagen die Funktion eines Mittelzentrums zu. Die Stadt soll daher zu einer ausgewogenen Siedlungs- und Versorgungsstruktur in der Region beitragen. Von dem gut 41.000 Quadratmeter großen Plangebiet sind knapp 14.000 mögliche Baufläche. Bund und Land bewilligen 750.000 Euro, die Stadt muss 375.000 Euro beisteuern. geb

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