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Stadthagen Stadt Planung läuft ohne Gremium
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Planung läuft ohne Gremium
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00:17 29.12.2017
Der Fiskuss und das Fest der Sinne sind vor einigen Jahren schon einmal zusammegefallen. Quelle: Archiv
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Stadthagen

Das wichtigste Instrument, um Terminkollisionen zu vermeiden, ist nach Angaben des städtischen Wirtschaftsförderers Lars Masurek die Veranstaltungsseite auf der Homepage der Stadt: „Dabei sind wir natürlich darauf angewiesen, dass uns die Veranstalter so früh wie möglich ihre Termine melden.“ Je eher das passiere, desto früher könnten sich andere Anbieter daran orientieren und Doppelungen vermeiden. Zusätzlich schreibe die Verwaltung zum Jahresende alle Veranstalter mit der Bitte an, die Events fürs kommende Jahr zu melden. „Bei einigen klappt das gut, bei anderen weniger“, weiß Masurek. Im Zweifel betreibe die Stadtverwaltung auch eine eigene Recherche, um an Termine zu kommen.

 Falle der Verwaltung eine Kollision auf, melde sie das den beteiligten Organisatoren sofort zurück, berichtet Masurek. Dann liege es aber alleine an diesen, zu einer Lösung zu finden. „Wir als Verwaltung haben keinen Steuerungsmechanismus und schon gar keine Sanktionsmöglichkeit, da regulierend einzugreifen.“ Und: „Ein dafür zuständiges Gremium gibt es nicht.“

 Das bestätigt Günther Raabe, Vorsitzender des Stadtmarketing Stadthagen (SMS): „Die größeren Veranstalter versuchen das auf dem kurzen Dienstweg untereinander zu klären, man versucht, Rücksicht aufeinander zu nehmen.“ Das klappe in der Regel auch ganz gut, versichert Raabe. So achte das SMS stark darauf, bei eigenen Events nicht etwa mit Fiskuss, dem Schützenfest oder den Tagen der Weserrenaissance zu kollidieren.

Überschneidungen sind die Ausnahme

Das Kulturzentrum Alte Polizei stimmt sich nach Auskunft seines Geschäftsführers Klaus Strempel bei der Terminplanung mit anderen Kulturträgern in der Stadt ab: „Wie das läuft, ist aus unserer Sicht ganz in Ordnung.“ Freilich gebe es hin und wieder Doppelungen, die aufgrund der Tourpläne von Künstlern unvermeidbar sind, räumt Strempel ein. Der Geschäftsführer bestätigt, dass sich die Stadtverwaltung bei drohenden Kollisionen meldet und er und sein Team so die Chance haben, noch zu reagieren.

 Nach Einschätzung von Masurek sind Terminüberschneidungen größerer Events „eher die Ausnahme“. Dabei hätten die jeweiligen Veranstalter „berechtigterweise eigene Interessen im Kopf“. So habe es vor einigen Jahren zum Beispiel einmal die Doppelung von Fiskuss und Fest der Sinne gegeben. Oft sei es bei parallel laufenden Veranstaltungen so, „dass jeweils eine unterschiedliche Klientel angesprochen wird und man sich nur bedingt ins Gehege kommt.“ ssr

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