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Planungen für Bahnhof ziehen sich hin

„Die Suche nach Nutzern dauert seine Zeit“ Planungen für Bahnhof ziehen sich hin

Die Planungen von Nutzungsmöglichkeiten für das Bahnhofsgebäude gestalten sich zäh. Nach der Sommerpause will sich die Stadtverwaltung ein weiteres Mal mit der Eigentümerin, der Aedificia GmbH, zu einem Gespräch treffen.

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In Schlangenlinien über die B 65

STADTHAGEN. Das Frankfurter Immobilien-Unternehmen hatte das Empfangsgebäude des Bahnhofs vor knapp einem Jahr erworben.

Nach Auskunft von Stefan Steinert, dem Geschäftsführer der Aedificia Stadthagen KG, sollen bei dem Gespräch konkret künftige Nutzungsmöglichkeiten festgelegt werden. Anschließend könne man dementsprechend auf die Suche nach Mietern gehen. „Am liebsten wären mir ortsansässige Unternehmen“, fügt Steinert hinzu. Direkt nach Übernahme der Immobilie hatte Steinert eine Reihe potenzieller Nutzungsmöglichkeiten genannt, die ihm vorschweben: Dazu zählen unter anderem ein Café, eine weitere gastronomische Einrichtung, ein Laden für Reisebedarf, eine Reinigung, ein Schlüsseldienst oder ein Schuhreparatur-Service. Aber auch Büros oder Wohnungen hatte Steinert für denkbar gehalten.

Aedificia scheint es ernst zu meinen

Bürgermeister Oliver Theiß hebt auf Anfrage hervor, dass die Stadt der Eigentümerin bei der Suche nach geeigneten Mietern helfen will: „Da schalten wir gerne unsere Wirtschaftsförderung ein.“ Nach Auskunft von Theiß soll es bei dem baldigen Treffen mit Aedificia auch um eine Raumaufteilung des Gebäudes gehen.

Dass sich die Planungen für eine Nachnutzung nun schon einige Zeit hinziehen, sieht Theiß nicht kritisch. „Ich habe schon den Eindruck, dass es Aedificia ernst ist, die wollen aus dem Bahnhof etwas machen.“ Das Klima der bisherigen Gespräche sei ein ganz anderes gewesen als mit der vorherigen Eigentümerin, „einer Immobilien-Gesellschaft, die das Gebäude als reines Spekulationsobjekt gehandhabt hat“. Theiß unterstreicht, er sei „froh, dass jetzt überhaupt etwas passiert“.

Erst die Mieter, dann die Sanierung

Wie schnell das mit einer Nachnutzung gehen werden, sei „schwer einzuschätzen“. Klar sei, dass „auch für Aedificia die Wirtschaftlichkeit zählt – die werden nicht erst ein schönes Gebäude herstellen und danach auf Mieter warten“. Steinert hatte klar gemacht, erst wenn die KG für 70 bis 80 Prozent der Nutzfläche Mieter gefunden habe, beginne sie mit der Sanierung. Denn erst ab dieser Vermarktungsschwelle seien Banken bereit, Kredite für Sanierungsvorhaben zu gewähren.

„Die Suche nach Nutzern dauert seine Zeit“, sagt Steinert: „Da muss man genügend Zeit, Muße und Hartnäckigkeit mitbringen.“ Steinert betont mit Überzeugung, er sei „weiterhin optimistisch, dass für das Gebäude Nutzungen möglich sind, die eine Sanierung erlauben“. ssr

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