Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Plötzlich ist es dunkel

Stromausfall in Stadthagen Plötzlich ist es dunkel

Schreck in den Abendstunden: In weiten Teilen der Innenstadt und in Nienstädt ist am Mittwochabend plötzlich der Strom weg gewesen. Der Netzbetreiber vermutet defekte Kabel unter der Wendthäger Straße (Höhe Haus Nummer 14) in Nienstädt sowie in Stadthagen zwischen Viehmarkt und Marktstraße 7.

Voriger Artikel
Über 100 Cannabis-Pflanzen in der Wohnung
Nächster Artikel
Richtlinie zur Jugendarbeit

Umspannwerk an der Enzer Straße.

Quelle: rg

STADTHAGEN. Das teilte Maria Pottmeier-Rath mit. Konkret sei der Strom zwischen 20.19 Uhr und 22.07 Uhr ausgefallen und in diesem Zeitraum Straße um Straße wieder eingeschaltet worden, so die Sprecherin von Westfalen Weser Netz.

 Was genau an den besagten Kabeln defekt ist, könne erst festgestellt werden, wenn die Tiefbauarbeiten begonnen haben. Das solle allerdings auch schnell geschehen, sagt Pottmeier-Rath. Die Sprecherin beschreibt den Zwischenfall als relative Routine, ein Mitarbeiter des Bereitschaftsdienstes wohne immer so, dass er in maximal 20 Minuten an der Störungsstelle sein kann.

Unternehmen ohne Saft

 Nicht nur in Privathaushalten blieb es dunkel. Auch Unternehmen standen plötzlich saftlos da. Die Obo-Werke etwa mussten Hauselektriker Friedhelm Peter zufolge einen Produktionsausfall von gut zweieinhalb Stunden einstecken. Bei der Volksbank Hameln-Stadthagen und der Sparkasse Schaumburg in der Fußgängerzone öffneten sich, wie üblich bei Stromausfall, die Schiebetüren beziehungsweise die Drehtür, damit Kunden nicht im Foyer gefangen sind. Laut Michael Herrmann aus der IT der Volksbank funktioniert alle sicherheitsrelevante Technik bei Stromausfall weiter. Das bestätigt Pressesprecher Jörg Nitsche auch für die Sparkasse. Und zu den plötzlich offen stehenden Türen sagt Herrmann: „Wer einbrechen will, lässt sich von den Schiebetüren ohnehin nicht aufhalten.“

 Kirsten Spieker arbeitet im Sportstudio easy fitness an der Hüttenstraße. Eine Stunde lang gab es dort keinen Strom. „Die Mitglieder haben trotzdem weiter trainiert“, sagt Spieker. Manche hatten auch Glück. Kirsten Schirmers Arbeitsplatz, die Tankstelle Rakelbusch an der Straße Am Bahnhof wenige hundert Meter weiter, blieb vom Stromausfall verschont. Auch bei Faurecia gab es keine Auswirkungen: Da die Spätschicht bereits um 19 Uhr ende, seien die Produktionsmaschinen heruntergefahren gewesen, berichtet Sprecherin Adrienne Hattingen.

 Die Deutsche Bahn berichtet, dass auf den Bahnsteigen von 21.55 bis 22.12 Uhr das Licht ausgefallen war und auch die Durchsagen waren wegen des Stromausfalls nicht möglich. Aus diesem Grund durften die Fahrgäste in dieser Zeit nicht aussteigen. Davon war ein Zug betroffen. Die Fahrgäste mussten im Innern ausharren. Das Stellwerk sei nicht betroffen gewesen, da gleich ein Notstromaggregat angesprungen sei. Auch die Feuerwehr Stadthagen hat den Stromausfall am eigenen Leib gespürt: Die Einsatzkräfte mussten die Tore von Hand hochschieben. Denn die Helfer wurden just im Moment des Stromausfalls alarmiert. Am Stellwerk am Bahnhof sollte es im Keller brennen. Doch die anrückenden Feuerwehrleute stellten lediglich eine Rauchentwicklung fest. Feuer war nicht entstanden. Der zweite Einsatz in einem Altenheim war ebenfalls harmlos. Die Brandmeldeanlage war durch die Spannungsschwankungen ausgelöst worden. Die Feuerwehr überprüfte noch die Fahrstühle und Beatmungsbetten und beendete dann den Einsatz.

Telefone stehen nicht mehr still

 Etwas kribbelig war der Stromausfall für die Beamten auf der Wache. Die Telefone standen nicht mehr still, berichtet ein Sprecher. Bürger wollten sich bei der Polizei erkundigen, was für ein Problem vorlag. Das führte dazu, dass 30 Minuten lang das Telefon nicht mehr stillstand. Entlastung gab es erst dann, als die Behörde über die sozialen Medien darum bat, die Telefonleitungen für wahre Einsatzalarmierungen freizuhalten. „So etwas haben wir noch nie erlebt“, sagte im Anschluss Polizeisprecher Axel Bergmann. jcp, jemi, vin

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr