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Politik fordert mehr Infos über Internet-Pläne

Glasfaser-Netz in Stadthagen Politik fordert mehr Infos über Internet-Pläne

 Der Vorstoß von Bürgermeister Oliver Theiß, die Internetversorgung in Stadthagen zeitnah auszubauen, stößt bei den Fraktionen im Rat auf Zustimmung.

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Der Rat der Stadt Stadthagen denkt darüber nach, die Internetversorgung in der Stadt auszubauen. dpa

Stadthagen. Allerdings machen deren Sprecher deutlich, dass sie vor einer Entscheidung für ein städtisches Glasfasernetz oder einer Kooperation mit einem Telekommunikationsunternehmen noch mehr Informationen von der Verwaltung benötigen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende  Jan-Philipp Beck kann sich ein finanzielles Engagement der Stadt beim Ausbau eines leistungsfähigen Breitbandnetzes durchaus vorstellen. Schließlich handele es sich um einen wichtigen Standortfaktor für Stadthagen. Diese Variante habe daher einen gewissen Reiz. Beck berichtete, in der SPD-Fraktion sei das Thema noch nicht beraten worden, dieses stehe aber in den kommenden Wochen an.
„Es gilt sehr sorgfältig abzuwägen, welche Risiken für die Stadt damit verbunden sind.“

Das Schlimmste sei, wenn die Stadt am Ende auf den Kosten sitzen bleibe. Laut Beck steht die Verwaltung vor der Aufgabe, Abschätzungen für Kosten und Wirtschaftlichkeit für beide Optionen zu erarbeiten. Erst dann werde die Politik in der Lage sein, zu entscheiden.

Auch CDU-Fraktionschef Heiko Tadge fordert von der Verwaltung weitere Informationen zu den Kosten und der Zeitspanne bei der Umsetzung ein. „Zweifellos ist eine Glasfaserleitung bis ins Haus das Optimum“, betont der Unionspolitiker. Je nach Technik seien Megabit-Raten im dreistelligen Bereich je Sekunde möglich. Vor diesem Hintergrund biete eine solche Lösung mittelfristig eine gute Perspektive. „Vorher muss allerdings eine Bedarfsabfrage vorgenommen werden.“

Denkbar ist Tadge zufolge auch, dass eine Kooperation mit einem Unternehmen als Zwischenlösung fungiert. „Für viele Stadthäger wäre schon eine Steigerung von 30 Mbit pro Sekunde eine Verbesserung.“

Nach Einschätzung der grünen Fraktionsvorsitzenden Maria Börger-Sukstorf geht es bei dem Modell eines stadteigenen Glasfasernetzes „um immense Investitionen wohl in zweistelliger Millionenhöhe“. Das müsse „ganz, ganz gründlich geprüft werden“. Nach Informationen eines externen Gutachters, so Börger-Sukstorf, müsste die Hälfte aller Haushalte in den noch zu versorgenden Randgebieten und Ortsteilen Anschlüsse wollen, damit sich das Modell rechnet. Dahinter verberge sich für die Stadt ein Risiko. „Insofern bin ich, was ein stadteigenes Glasfasernetz angeht, doch noch etwas zurückhaltend“, unterstrich Börger-Sukstorf.

Die WIR/FDP-Gruppe neigt nach Aussage von Sprecher Richard Wilmers indessen zu der Kooperationslösung. Grundsätzlich bestehe der Bedarf nach schnellem Internet in den Randlagen der Kernstadt und den Ortsteilen. Vor dem Hintergrund der Kosten favorisiere die Gruppe jedoch die Partnerschaft mit einem Unternehmen.

Wilmers spricht sich zudem dafür aus, dass in den entsprechenden Verhandlungen eine Verbindungsrate von weit mehr als 50 Megabit pro Sekunde festgeschrieben wird, „damit wir nicht in drei bis vier Jahren nachbessern müssen“. bes, ssr

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